Leben mit Colitis ulcerosa: Aleyna vertrug lange nur vier Lebensmittel
Colitis ulcerosa: Aleyna vertrug nur vier Lebensmittel

Aleyna* lebt ihren Traum: Sie hat es an eine renommierte Universität in die USA geschafft und forscht dort in der pädiatrischen Neurologie – einem Feld, in dem sie immer arbeiten wollte. Vier Jahre lang bereitete sie sich auf diesen Forschungsaufenthalt vor, publizierte bereits als Medizinstudentin wissenschaftliche Arbeiten. Doch in Amerika kann Aleyna ihre Zeit nicht genießen – ihr Darm spielt verrückt. „Ich verbringe gefühlt den ganzen Tag auf Toilette“, berichtet sie.

Aleyna leidet an Colitis ulcerosa, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Schätzungen zufolge sind in Deutschland 200.000 bis 400.000 Menschen betroffen. Die Erkrankung äußert sich durch schleimigen und blutigen Durchfall, Bauchschmerzen und Völlegefühl, erklärt Prof. Michael Sigal, Gastroenterologe und Spezialist für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen an der Charité. Dort leitet er eine Sprechstunde für besonders schwere Fälle.

Weg in die Sprechstunde an der Charité

Im März 2026 kommt Aleyna in diese Sprechstunde. Zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits beschlossen, ihren Forschungsaufenthalt in den USA abzubrechen. Eine Entfernung des Dickdarms stand im Raum. Doch Aleyna hat Glück: Die Spezialisten der Charité helfen ihr mit einer individuellen Therapie.

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Aleyna vertrug lange Zeit nur vier Lebensmittel: Reis, Hühnchen, Kartoffeln und Bananen. Diese extreme Einschränkung war notwendig, um die Symptome einigermaßen zu kontrollieren. „Ich hatte ständig Angst, was ich essen kann, ohne dass mein Darm rebelliert“, sagt sie.

Zwei entscheidende Änderungen

Die Behandlung an der Charité umfasste zwei wesentliche Änderungen. Erstens: eine angepasste medikamentöse Therapie mit Biologika, die die Entzündung im Darm gezielt unterdrücken. Zweitens: eine ernährungsmedizinische Beratung, die Aleyna half, ihre Nahrungsmittelauswahl langsam zu erweitern.

„Wir haben gemeinsam einen Ernährungsplan erstellt, der schrittweise neue Lebensmittel einführte – immer unter Kontrolle der Symptome“, erklärt Prof. Sigal. Heute kann Aleyna wieder eine Vielzahl von Lebensmitteln essen, ohne Beschwerden zu bekommen.

Fast symptomfreies Leben heute

Aleyna lebt heute fast symptomfrei. Sie hat ihren Forschungsaufenthalt in den USA nicht abgebrochen, sondern konnte ihn fortsetzen. „Ich bin unendlich dankbar, dass ich jetzt wieder ein normales Leben führen kann“, sagt sie. Die regelmäßigen Kontrollen an der Charité laufen weiter, um die Therapie anzupassen.

Die Geschichte von Aleyna zeigt, dass selbst schwere Verläufe von Colitis ulcerosa mit der richtigen Behandlung deutlich verbessert werden können. Die Sprechstunde an der Charité ist auf solche Fälle spezialisiert und bietet Patienten mit besonders schweren Verläufen eine Perspektive.

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