Nach einem viertägigen Krankenhausaufenthalt im Mai hat der „Tatort“-Schauspieler Martin Brambach (58) seinen Lebensstil radikal geändert. Statt auszuschlafen, schnürt er nun frühmorgens die Laufschuhe, absolviert Yoga und 100 Liegestütze. Auslöser war eine Routineuntersuchung, die unerwartet zu einem Klinikaufenthalt führte.
Schock im Mai: Routineuntersuchung endet im Krankenhaus
Anfang Mai sorgte sich Brambachs Fangemeinde um den TV-Star. Er musste seine Teilnahme an einer Baumarkt-Eröffnung in Halle (Saale) absagen und meldete sich aus dem Krankenhaus. Gegenüber BILD erklärte er: „Ich hatte ein bisschen Pech bei einer Routineuntersuchung und musste ins Krankenhaus.“ Die genaue Diagnose wollte er nicht öffentlich machen, betonte jedoch: „Da ich tolle Ärzte hatte und gut beraten war, ist das relativ schnell wieder vorbeigegangen. Mir geht es gesundheitlich sehr gut.“
Der gebürtige Dresdner, der seit über 20 Jahren in Recklinghausen (NRW) lebt, gab lediglich preis, dass er Raucher ist. „Ich hoffe, dass ich das irgendwann mal sein lassen werde.“
Begegnungen im Krankenhaus lösen Umdenken aus
Brambach berichtete, dass der Klinikaufenthalt eine tiefgreifende Wirkung auf ihn hatte: „Während des Krankenhausaufenthalts habe ich die Schicksale anderer Menschen gesehen, die mir von ihrem Leid und vielen Operationen erzählt haben. Da habe ich gemerkt: Man ist endlich. Das hat was in mir ausgelöst.“
Bereits zuvor gehörten Tennis und Radfahren zu seinem Leben, doch nach dem Erlebnis intensivierte er sein Training massiv. „Seit dem Krankenhaus habe ich meine morgendliche Sportroutine ganz schön intensiviert. Ich gehe jeden Morgen eine halbe Stunde joggen und versuche, dass ich teils schon frühmorgens unterwegs bin, wenn ich nicht zu müde bin. Danach mache ich Yoga und hundert Liegestütze.“
Neue Sportroutine: Joggen, Yoga und 100 Liegestütze täglich
Brambach trainiert zudem in einer Tennismannschaft in Recklinghausen und besucht ein Sportstudio. Er erklärte: „Wenn du vier Tage im Krankenhaus bist, liegst du im Bett, und die Muskulatur geht schneller weg, als sie sich wieder aufbaut.“ Mit 58 Jahren hat er seinen Lebensstil komplett umgekrempelt – viele Menschen schrecken davor zurück, doch Studien zeigen: Es ist nie zu spät, um mit Sport anzufangen.
Für die WDR-Dokureihe „Heimatflimmern“ (Freitag, 20.15 Uhr, ARD-Mediathek) absolvierte Brambach kürzlich eine 120 Kilometer lange Radtour durchs Ruhrgebiet. Er schwärmte über seine Wahlheimat: „Gelsenkirchen hat herrliche Ecken. Am Imbiss kommst du ins Gespräch. Die Leute haben oft etwas zu erzählen. Das ist für mich Heimat.“
Positiver Blick in die Zukunft: „Ich fühle mich, als könnte ich 90 werden“
Der Schauspieler, der mit seiner Frau Christine Sommer (56, „Soko Leipzig“) in Recklinghausen lebt, blickt optimistisch nach vorn. „Ich werde nächstes Jahr 60. Ich fühle mich gerade so, dass ich 80 oder 90 werden könnte.“ Das veränderte Körpergefühl gibt ihm neue Energie für die Zukunft.



