Warum Wasser allein nicht ausreicht
Bei sommerlichen Temperaturen schwitzt der Körper stark und verliert nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Elektrolyte. Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga, Humanphysiologe an der Berliner Charité, erklärt: „Der Körper kann bei Hitze selbst in Ruhe 500 bis 700 Milliliter Flüssigkeit pro Stunde verlieren – durch Schweiß, ohne dass wir es immer merken.“ Wer sich zusätzlich bewegt, etwa beim Wandern oder Sightseeing, kann sogar über einen Liter pro Stunde verlieren. Reines Wasser allein reicht dann oft nicht aus, um den Verlust auszugleichen.
Experte empfiehlt isotonische Getränke
Laut Gunga sind isotonische Getränke ideal, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Diese enthalten eine ähnliche Konzentration an gelösten Teilchen wie das Blut und werden daher besonders schnell vom Körper aufgenommen. „Isotonische Getränke sind ideal, weil sie nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Natrium, Kalium und Magnesium liefern“, so der Experte. Selbst gemixte Varianten mit Fruchtsaft, Wasser und einer Prise Salz sind eine gute Alternative zu teuren Sportgetränken.
Worauf man bei Hitze sonst achten sollte
Neben der richtigen Getränkeauswahl betont Gunga, dass man alkoholische und stark zuckerhaltige Getränke meiden sollte, da sie den Flüssigkeitsverlust noch verstärken. Auch zu kaltes Wasser kann den Kreislauf belasten. Besser sind lauwarme oder zimmerwarme Getränke, die der Körper schneller aufnehmen kann. Bei extremer Hitze drohen sonst Kreislaufkollaps oder Hitzschlag – trotz ausreichender Trinkmenge.



