Potsdamer Josefs-Krankenhaus: Geburtsstation schließt – eine Mutter klagt an
Josefs-Krankenhaus: Geburtsstation schließt – Mutter klagt an

Erst vor wenigen Wochen hat unsere Redakteurin Katharina Henke ihr Kind im Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus zur Welt gebracht. Zum ersten August macht die Geburtsstation dicht. In einem persönlichen Bericht schildert sie, warum diese Schließung nicht geschehen darf.

Ein Ort der Geborgenheit

Als ich das erste Mal im Kreißsaal im St. Josef Krankenhaus stand – ein Infoabend im Herbst 2025, gedimmtes Licht, ein leuchtender Stern im Fenster, gemütlich eingerichtet mit Sofa und Badewanne – da wusste ich: Hier soll mein Kind zur Welt kommen. Es war kein Abwägen, kein Zögern, es war ein klares Gefühl.

Die Schließung kommt überraschend

Die Entscheidung, die Geburtsstation zu schließen, traf die Klinikleitung erst kürzlich. Für viele werdende Mütter in Potsdam und Umgebung bedeutet dies einen herben Verlust. Die Station war bekannt für ihre familiäre Atmosphäre und die persönliche Betreuung. Nach Angaben der Klinik sind wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend. Die Zahl der Geburten sei rückläufig, und der Betrieb sei nicht mehr kostendeckend.

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Ein Schicksal, das viele teilen

„Ich bin zutiefst traurig, dass diese wunderbare Station schließen muss“, sagt eine Hebamme, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Wir haben hier so viele Familien begleitet, und jede Geburt war etwas Besonderes.“ Die Schließung trifft nicht nur die Mütter, sondern auch das gesamte Team, das sich mit viel Herzblut engagiert hat.

Auswirkungen auf die Region

Potsdam verliert mit der Schließung eine wichtige Anlaufstelle für Geburten. Künftig müssen Schwangere auf Kliniken in Berlin oder im Umland ausweichen. Das bedeutet längere Anfahrtswege und eine zusätzliche Belastung, gerade in der heiklen Phase der Entbindung. Die Stadtverwaltung hat Bedauern geäußert, aber keine konkreten Lösungen angeboten.

Ein Appell zum Erhalt

Katharina Henke appelliert an die Verantwortlichen: „Diese Station darf nicht sterben. Sie ist ein Leuchtturm der Geburtshilfe in der Region.“ Sie hofft auf eine letzte Wendung und dass die Schließung noch verhindert werden kann. Die Geburtsstation im St. Josefs-Krankenhaus war für viele ein Ort des Vertrauens und der Sicherheit – und das sollte sie bleiben.

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