Abkochgebot für gesamte Ortslage Buckow
Die Keimbelastung im Trinkwasser von Buckow (Landkreis Märkisch-Oderland) hat sich auf das gesamte Versorgungsnetz ausgeweitet. Wie der Landkreis mitteilte, ergaben aktuelle Untersuchungen, dass die gesamte Ortslage betroffen ist. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin ein Abkochgebot an, das die vorherige Empfehlung ersetzt.
Anwohner müssen das Leitungswasser nun ausschließlich abgekocht verwenden – sowohl für die Zubereitung von Speisen und Getränken als auch für das Zähneputzen, die Reinigung offener Wunden und bei Kontakt mit Schleimhäuten. Das Wasser soll dazu einmal sprudelnd aufgekocht und anschließend mindestens zehn Minuten abkühlen.
Besondere Vorsicht für Risikogruppen
Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – darunter Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen – gilt eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme: Ihnen wird empfohlen, vorerst nicht zu duschen. Das Leitungswasser könne jedoch für andere Zwecke ohne direkten Kontakt, wie die Toilettenspülung, uneingeschränkt genutzt werden, so der Landkreis.
Alle betroffenen Haushalte erhalten im Laufe des Tages einen Informationsflyer des Wasserversorgers, der das Abkochgebot erläutert. Die Aufhebung der Anordnung erfolgt erst, wenn wiederholte mikrobiologische Untersuchungen die Keimfreiheit des Trinkwassers bestätigen und es den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht.
Ursachensuche und Gegenmaßnahmen
Bereits Ende Juni hatte der Landkreis über den Fund geringer Mengen coliformer Bakterien im Buckower Trinkwasser informiert. Seither laufen die Ursachensuche und Maßnahmen zur Wiederherstellung der Trinkwasserqualität, darunter zusätzliche Untersuchungen und intensive Netzspülungen. Nach früheren Angaben können Keime etwa durch Arbeiten am Leitungsnetz, technische Störungen oder andere Beeinträchtigungen der Trinkwasseranlage in das Netz gelangen. Coliforme Bakterien sind potenziell gesundheitsschädlich und können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden auslösen.



