Wilke: Keine weiteren Klinikschließungen in Brandenburg
Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) hat Spekulationen über bevorstehende Krankenhausschließungen eine Absage erteilt. Im Gesundheitsausschuss des Brandenburger Landtags erklärte er am Mittwoch, dass die Landesregierung keine Anzeichen für einen Rückzug von Krankenhausträgern habe. Zuvor hatte Wilke im rbb mit Äußerungen zur finanziellen Lage der Kliniken für Unruhe gesorgt.
Rückrudern nach rbb-Interview
Wilke betonte, dass die Situation der Krankenhäuser in Brandenburg zwar angespannt sei, aber nicht unmittelbar von Insolvenzen bedroht werde. „Wir reden über ein System, das unter starkem Druck steht“, so der Minister. Dennoch seien der Landesregierung keine Signale bekannt, dass ein Träger sich zurückziehen wolle. Damit relativierte er seine früheren Aussagen, die als Warnung vor weiteren Schließungen interpretiert worden waren.
AfD fordert Vorladung von Woidke
Die Opposition, insbesondere die AfD, reagierte kritisch auf die Debatte. Sie forderte, Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) persönlich in den Ausschuss vorzuladen, um Klarheit über die Krankenhauspolitik zu schaffen. Die AfD wirft der Landesregierung vor, die Gesundheitsversorgung in Brandenburg zu vernachlässigen und die Kliniken in eine Schieflage zu treiben. Wilke wies diese Vorwürfe zurück und verwies auf laufende Gespräche mit den Trägern.
Hintergrund: Finanzielle Lage der Kliniken
Die Krankenhäuser in Brandenburg leiden unter steigenden Kosten und einer unzureichenden Finanzierung durch die Krankenkassen. Viele Kliniken kämpfen ums Überleben, insbesondere in ländlichen Regionen. Die Landesregierung hat bereits ein Hilfspaket geschnürt, um die Einrichtungen zu unterstützen. Wilke betonte, dass weitere Maßnahmen geprüft würden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Der Gesundheitsausschuss wird sich in den kommenden Wochen erneut mit dem Thema befassen. Die Opposition kündigte an, die Entwicklung genau zu verfolgen und gegebenenfalls weitere Forderungen zu stellen. Für die Bevölkerung in Brandenburg bleibt die Sorge um die Gesundheitsversorgung bestehen, auch wenn der Minister vorerst Entwarnung gibt.



