Die erst 18-jährige österreichische Langläuferin Katharina Engelhardt muss ihre vielversprechende Karriere beenden. Grund sind zwei Herzstillstände, die sie aufgrund einer Herzmuskelentzündung erlitt. Auf Instagram teilte sie ein bewegendes Schwarz-Weiß-Foto aus dem Krankenhausbett und schrieb: „Mein Leben hat sich von einem Tag auf den anderen verändert und man sieht, dass man für jeden Tag dankbar sein sollte.“
Zwei Herzstillstände und vier Tage im Tiefschlaf
Engelhardt ging ins Detail: „Mir wurde erst später erzählt, dass ich zweimal einen Herzstillstand hatte und vier Tage im Tiefschlaf war, aufgrund einer Herzmuskelentzündung. Zusätzlich haben sie mir einen Defibrillator eingesetzt, um einen weiteren Herzstillstand zu vermeiden. Selbst die sehr guten Ärzte in Linz dachten, ich würde es nicht schaffen.“ Doch sie kämpfte sich zurück: „Sie haben falsch gedacht, weil ich es geschafft habe. Bereits nach einer Woche war ich von der Intensivstation weg und alle waren fassungslos. Ich weiß nicht mehr alles, aber ich glaube, es ist besser so.“
Dankbarkeit trotz schwerem Schicksal
Die Wintersportlerin bedankte sich bei ihren Unterstützern: „Ich bin sehr dankbar für alle, die mich besucht haben, vor allem nach ca. 10 Tagen, weil meine Schwester und mein Bruder mein Handy gesperrt haben – Game Over, deswegen war mir sehr langweilig.“ Weiter schrieb sie: „Ich bin allen dankbar, die mir einen Brief geschrieben haben. Auch danke an die unzähligen Nachrichten an meine Familie. Vor allem bin ich Heli und Rose dankbar, die mich reanimiert haben. Sowie den Ärzten bin ich sehr dankbar, weil ohne sie hätte ich es auch nicht geschafft.“ Besonders betonte sie ihren Glauben: „Vor allem aber gilt mein Dank allen, die für mich gebetet haben. Ohne Gottes Hilfe hätte ich diesen Weg nicht wieder geschafft. Er ist ein Gott, der Wunder tut! Auch heute noch.“
Karriereende nach Podestplätzen
In der vergangenen Saison fuhr die Langläuferin mehrmals aufs Podest, unter anderem bei den nationalen Meisterschaften im Januar mit Platz 2. Nun muss sie jedoch Schluss machen: „Der Leistungssport wird für mich leider keine Rolle mehr spielen. Der Sport hat mir so viel gegeben, ich habe viele Dinge gelernt, ich habe gelacht, aber auch geweint.“



