Die siebenjährige Ela aus der türkischen Stadt Burdur ist am 3. Juli während einer Zahnbehandlung unter Vollnarkose im Davraz-Yaşam-Krankenhaus in Isparta gestorben. Das Mädchen sollte wegen acht kariöser Löcher behandelt werden. Die Ärzte entschieden sich für eine Vollnarkose, um der Zweitklässlerin mehrere schmerzhafte Einzeltermine zu ersparen. Doch während des Eingriffs kam es zu Komplikationen: Ela erlitt einen Herzstillstand. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Staatsanwaltschaft ermittelt nach tödlichem Zwischenfall
Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft, die prüft, ob vor der Narkose alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt wurden. Der Anwalt der Familie äußerte Bedenken, ob Allergie- und Bluttests stattfanden. Elas Mutter Serap und Vater Ali fordern Aufklärung über die verabreichte Narkosemittelmenge und ob ein Anästhesist während des gesamten Eingriffs anwesend war. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.
Klinik beteuert Einhaltung der Protokolle
Die Privatklinik in Isparta teilte in einer Stellungnahme mit, dass „alle medizinischen Protokolle eingehalten wurden“ und der Herzstillstand eine unvorhersehbare Komplikation gewesen sei. Ela, die gemeinsam mit ihren Geschwistern turnte und an Wettbewerben teilnahm, hinterlässt eine tief traumatisierte Familie. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Vollnarkosen bei Kindern auf.



