Eichenprozessionsspinner im Großen Garten: Gefahr für Menschen und Bäume
In der barocken Parkanlage Großer Garten in Dresden sind Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt worden. Die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen kündigten an, dass die Beseitigung am Freitag beginnt. Mitarbeiter einer Spezialfirma werden mit Schutzausrüstung in die Bäume klettern und die Nester absaugen.
Bislang wurden die Nester an den Torhäusern, in der Nähe des Botanischen Gartens und des Carolaschlösschens gefunden. Die Experten erwarten jedoch weitere Vorkommen im gesamten Park. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Sachsen immer weiter aus und kann nicht nur ganze Bäume kahlfressen, sondern auch eine ernsthafte Gefahr für den Menschen darstellen.
Gefährliche Brennhaare der Raupen
Die Raupen dieser Schmetterlingsart besitzen ab dem dritten Larvenstadium giftige Brennhaare. Bei Hautkontakt oder Einatmen können diese zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Ausschlag, Augenreizungen oder Atemnot führen. Die bis zu drei Zentimeter langen Raupen sind braun-gelb oder grau-schwarz gefärbt und bauen runde Gespinste, die die Größe eines Fußballs erreichen können.
Die Entfernung der Nester ist daher nicht nur für die Gesundheit der Bäume wichtig, sondern auch für die Sicherheit der Parkbesucher. Die Spezialfirma wird die Arbeiten mit größter Vorsicht durchführen, um eine weitere Verbreitung der Brennhaare zu verhindern.
Hintergrund: Der Eichenprozessionsspinner in Sachsen
Der Eichenprozessionsspinner ist in Sachsen auf dem Vormarsch. Fachleute beobachten eine zunehmende Ausbreitung, die durch milde Winter und warme Frühjahre begünstigt wird. Die Bekämpfung erfolgt meist durch Absaugen oder Abbrennen der Nester, wobei der Einsatz von Insektiziden aufgrund der Nähe zu Wohngebieten oft nicht möglich ist.
Besucher des Großen Gartens werden gebeten, die abgesperrten Bereiche zu meiden und bei Sichtung von Raupen oder Nestern Abstand zu halten. Bei Kontakt mit den Brennhaaren sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.



