Viele Menschen verlassen sich im Sommer auf die Sonne, um ihre Vitamin-D-Speicher zu füllen. Doch eine neue Studie der Newcastle University zeigt, dass dies für bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht ausreicht. Die Wissenschaftler untersuchten Erwachsene ab 65 Jahren sowie Erwachsene mit dunkler Haut, die im Norden Großbritanniens leben. Dazu werteten sie die Daten von 299 Teilnehmern aus. Als ausreichend versorgt galt ein Vitamin-D-Wert von mindestens 50 Nanomol pro Liter Blut.
Studie zeigt viele niedrige Vitamin-D-Werte
Das Ergebnis der Studie ist alarmierend: Mehr als jeder zweite Teilnehmer ab 65 Jahren hatte zu wenig Vitamin D. Konkret lagen 54,8 Prozent unter dem Grenzwert. Bei Erwachsenen mit dunkler Haut waren es sogar 72,1 Prozent. Besonders überraschend: Auch in den Sommermonaten änderte sich daran kaum etwas. Zwischen Juni und August hatten bei den älteren Teilnehmern im Schnitt noch immer rund 56 Prozent zu niedrige Werte. Auch bei den Erwachsenen mit dunkler Haut fanden die Forscher zwischen Winter, Frühling und Sommer keine erkennbare Veränderung.
Sonne reicht offenbar nicht immer aus
Nach Einschätzung der Autoren spricht das dafür, dass Sonnenlicht allein für viele Menschen in den beiden untersuchten Gruppen nicht ausreicht, um den Vitamin-D-Spiegel im Sommer ausreichend zu erhöhen. Warum die Werte niedrig blieben, beantwortet die Studie allerdings nicht. Die Forscher nennen als mögliche Gründe unter anderem Ernährung, dunklere Hautpigmentierung sowie Einflüsse durch den Lebensstil. Diese Faktoren wurden jedoch nicht untersucht.
Die Autoren betonen außerdem, dass sich die Ergebnisse nur auf Teilnehmer aus dem Norden Großbritanniens beziehen. Ob sie auch für andere Regionen gelten, müssen weitere Studien klären. Finanziert wurde die Untersuchung von BetterYou Ltd. Nach Angaben der Autoren hatte das Unternehmen jedoch keinen Einfluss auf Studiendesign, Durchführung oder Auswertung der Ergebnisse.



