Die Bayreuther Festspiele wollen ihre Opernproduktionen künftig auch über den eigenen Spielort hinaus nutzbar machen. Festspielchefin Katharina Wagner kündigte an, dass Inszenierungen so konzipiert werden sollen, dass sie nach ihrer Laufzeit in Bayreuth ausgeliehen oder weiterverkauft werden können. Dies berichtet die Zeitung „Die Welt“.
Nachhaltigkeit als neues Prinzip
„Die Produktionen müssen nachhaltiger gedacht werden“, sagte Wagner. „Wir konzipieren sie so, dass sie nach ihrer Bayreuther Laufzeit möglichst weiter genutzt, ausgeliehen oder auch weiterverkauft werden können.“ Dies bedeute einen grundlegenden Wandel in der Planung der aufwendigen Operninszenierungen, die bislang oft nur für die Festspielsaison in Bayreuth produziert wurden.
Zwei Neuproduktionen 2027
Im kommenden Jahr stehen mit „Parsifal“ und „Lohengrin“ gleich zwei Neuproduktionen auf dem Spielplan. Laut Wagner entspreche dies dem Wunsch der Besucher: „Das Interesse des Publikums an Neuproduktionen und damit auch an neuen künstlerischen Handschriften ist generell sehr viel größer als an Wiederaufnahmen.“ Die Festspiele reagierten damit auf die Nachfrage und setzten gleichzeitig auf eine stärkere Verwertung der Produktionen.
150-jähriges Jubiläum
In diesem Jahr begehen die Bayreuther Festspiele ihr 150-jähriges Bestehen. Am 25. Juli wird das Festival mit Beethovens 9. Symphonie eröffnet. Wagner kündigte an, dass ihre Cousine Nike Wagner den Festvortrag halten werde: „Sie wird sich in ihrer ihr eigenen, brillanten Art sicherlich ebenfalls nicht unkritisch mit diesen 150 Jahren Festspielgeschichte auseinandersetzen.“ Die Festspiele wurden 1876 von Richard Wagner gegründet.



