Der englische Fußballverband FA hat den deutschen Trainer Tonda Eckert vom Zweitligisten FC Southampton wegen des Vorwurfs der Spionage gegen einen Gegner angeklagt. Der Verband gab bekannt, dass Eckert drei Verstöße gegen die Regel E3.1 im Zusammenhang mit Fehlverhalten vorgeworfen werden. Der Cheftrainer habe den Fußballsport in Verruf gebracht, indem er zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 die Beobachtung von Trainingseinheiten der kommenden Gegner Oxford United, Ipswich Town und FC Middlesbrough angeordnet und/oder genehmigt habe. Eckert hat eine Woche Zeit, dazu Stellung zu nehmen.
Southampton sichert Kooperation zu
Der FC Southampton reagierte umgehend auf die Anklage und sicherte seine uneingeschränkte Kooperation zu. Der Verein teilte mit: „Tonda und der Verein werden weiterhin uneingeschränkt und offen mit der FA kooperieren. Der Verein steht voll und ganz hinter Tonda und seinem Trainerstab.“ Weiter zum Verfahren äußerte sich der Klub zunächst nicht.
Spionage-Affäre im Mai aufgedeckt
Die Spionage-Affäre war im Mai aufgedeckt worden, als ein Klubmitarbeiter dabei beobachtet wurde, wie er das Training des FC Middlesbrough vor dem Halbfinalduell in den Championship-Playoffs ausspionierte. Southampton wurde daraufhin von den Spielen um den Aufstieg ausgeschlossen. Eckert bekannte sich in einem Statement des Klubs schuldig: „Für alles, was passiert ist, möchte ich mich entschuldigen. Ich übernehme die Verantwortung, denn als Cheftrainer trage ich die Schuld.“ Er sei am Boden zerstört, dass die Saison für seine Mannschaft und die Fans so ein Ende gefunden hat.



