Ein Japankäfer wurde kürzlich in einem Reisekoffer aus Italien nach Rheinland-Pfalz eingeschleppt. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) warnt Reisende eindringlich, ihr Gepäck auf den gefährlichen Schädling zu überprüfen. Der Fund des Käfers sei schnell gemeldet und das Insekt zur Untersuchung eingeschickt worden, sodass eine weitere Verbreitung ausgeschlossen werden konnte, wie die Behörde mitteilt.
Wachsamkeit bei Reiserückkehrern gefordert
ADD-Abteilungsleiter Christof Pause betont: „Über das Reisegepäck kann ein Japankäfer schnell nach Rheinland-Pfalz gelangen. Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte ihn einfangen, aufbewahren und melden.“ Der Japankäfer ist rund einen Zentimeter groß, hat einen metallisch grünen Kopf, braune Flügel und fünf weiße Haarbüschel auf jeder Hinterleibseite. Er wird als Quarantäneschädling eingestuft, da er mehr als 400 Pflanzenarten befällt und insbesondere Wiesen, Rasenflächen, Zierpflanzen sowie den Wein- und Obstbau stark schädigen kann.
Pufferzone mit strengen Regeln
Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Pufferzone in der Stadt Mainz und der Verbandsgemeinde Bodenheim eingerichtet, nachdem der Japankäfer nahe der Landesgrenze im hessischen Raum Trebur (Kreis Groß-Gerau) gesichtet worden war. In dieser Zone gelten weiterhin strenge Auflagen: Der Transport von Pflanzen mit Erde aus dem Gebiet ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Die Verbringung von Oberboden bis zu 30 Zentimetern Tiefe aus der Pufferzone heraus ist ganzjährig untersagt. Vom 1. Juni bis 30. September gilt ein grundsätzliches Verbot für das Verbringen von Pflanzenmaterial aus der Grünpflege und unbehandelten Pflanzenresten aus der Zone. Zudem sind Betriebe, die mit Pflanzen arbeiten, verpflichtet, ihre Produktionsparzellen und Pflanzenbestände sowie deren Umgebung im Umkreis von 100 Metern zu überwachen.
Gefahr für Landwirtschaft und Umwelt
Der Japankäfer ist ein gefürchteter Schädling, der erhebliche Schäden in der Landwirtschaft und in Gärten verursachen kann. Die ADD appelliert daher an alle Reisenden, nach Aufenthalten in befallenen Gebieten – insbesondere in Italien – ihr Gepäck sorgfältig zu kontrollieren. Nur durch frühzeitige Meldung und konsequente Maßnahmen könne eine Ausbreitung des Käfers in Rheinland-Pfalz verhindert werden.



