Rheinmetall baut die Produktion von Treibladungspulver massiv aus, um den steigenden Bedarf an Munition in Deutschland und Europa zu decken. Die Konzerntochter Nitrochemie investiert rund 250 Millionen Euro in den Standort Aschau am Inn in Bayern. Bis 2030 will Rheinmetall jährlich 20.000 Tonnen Treibladungspulver herstellen. Damit könnten Antriebe für rund 1,1 Millionen Schuss Artilleriemunition, 150.000 Schuss Panzermunition und 3,2 Millionen Schuss Mittelkalibermunition gefertigt werden.
Ausbau des Standorts Aschau am Inn
Der Standort Aschau am Inn wächst besonders stark. Die Zahl der Beschäftigten soll von derzeit rund 800 auf etwa 1.300 steigen. Allein in den kommenden zwei Jahren sollen zusätzlich 2.500 Tonnen Treibladungspulver und 550.000 Treibladungsmodule pro Jahr produziert werden. Dafür sucht das Unternehmen rund 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch der Standort Wimmis in der Schweiz wächst weiter. Parallel investiert Rheinmetall in neue Produktionsanlagen, zusätzliche Gebäude und die Erweiterung des Werksgeländes.
Modernisierung der Fertigung
Die Fertigung wird modernisiert. Künftig soll das Treibladungspulver überwiegend aus Granulat gepresst statt gewalzt werden. Das Ziel: mehr Output und höhere Produktionskapazitäten. Die Standorte in Aschau, Wimmis und Burgos in Spanien arbeiten dabei künftig noch enger zusammen. So soll die gesamte Produktionskette effizienter werden. Pascal Schreyer, CEO der Business Unit Energetic Materials, und Dr. Oliver Becker, Senior Vice President Operations, planen den Ausbau des Werkes in Aschau am Inn.
Investitionen in Millionenhöhe
Für den Ausbau nimmt Rheinmetall viel Geld in die Hand: Rund 250 Millionen Euro fließen nach Aschau, jeweils weitere 100 Millionen Euro in die Standorte Wimmis und Burgos. Mit dem Projekt investiert der Konzern nicht nur in neue Anlagen und moderne Fertigungstechnologien, sondern auch in zusätzliche Fachkräfte und den Ausbau der Infrastruktur. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten für Treibladungspulver bis 2030 deutlich zu erhöhen.



