Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat europäischen Fluggesellschaften angesichts iranischer Angriffe vom Überflug Jordaniens abgeraten. Die "wiederholten iranischen Angriffe" mit Drohnen und Raketen sowie die Aktivierung der jordanischen Luftverteidigung führten zu einem "erhöhten Risiko", erklärte die EASA am Mittwoch in einem Schreiben an die Fluggesellschaften. Dies gelte für "alle Höhen und Flugflächen" innerhalb des betroffenen Luftraums.
Hintergrund der Spannungen
Jordanien war zuletzt mehrfach Ziel iranischer Angriffe. Am Mittwoch erklärte die jordanische Armee, vier iranische Raketen und vier Drohnen abgeschossen zu haben. Zwei weitere Raketen seien in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Am Dienstag hatten die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen Stützpunkt von US-Soldaten nahe der Grenze zu Syrien angegriffen. Am Freitag waren zwei US-Soldaten in Jordanien bei iranischen Angriffen getötet worden.
Weitere betroffene Länder
Die EU rät auch von Flügen im Luftraum über Bahrain, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar sowie über dem Golf von Oman ab. Auch der Iran, der Irak und der Libanon sollen gemieden werden.
Auswirkungen auf Flugpläne
Die Flugpläne europäischer Fluggesellschaften dürften von dieser Warnung allerdings kaum betroffen sein. Sie fliegen bei Reisen zwischen Europa und Asien meist über Ägypten und Saudi-Arabien. Fluggesellschaften aus dem Nahen und Mittleren Osten setzten ihre Flüge über Jordanien unterdessen fort, wie aus Daten der Flugbeobachtungsseite Flightradar24 vom Mittwoch hervorging.



