Der Geschäftsführende Direktor der Universitätsklinik für Zahnmedizin in Brandenburg an der Havel, Gerhard Schmalz, hat im Brandenburger Landtag auf eine besorgniserregende Entwicklung hingewiesen: Immer mehr Menschen im Flächenland Brandenburg finden keinen Zahnarzt. „Wir haben Patienten, die in unsere Ambulanz gekommen sind, die seit Jahren nach einem Zahnarzt suchen“, sagte Schmalz. „Wir sehen, dass wir immer mehr nicht versorgte Menschen haben.“
Ländliche Regionen besonders betroffen
Diese Versorgungslücke werde sich im ländlichen Bereich noch stärker auswirken, führte Schmalz aus. Die traditionelle Einzelzahnarztpraxis, die früher die Säule der zahnmedizinischen Versorgung war, nehme deutlich ab. „Das war früher die Säule der zahnmedizinischen Versorgung. Man hatte den Zahnarzt, wo die ganze Familie hingeht“, erklärte er. Diese wichtige Versorgungsstruktur gehe verloren.
Nachwuchsprobleme und schließende Praxen
Gerrit Fleige, Kanzler der Medizinischen Hochschule Brandenburg, ergänzte, dass es in vielen Regionen Nachwuchsprobleme gebe. „Selbst wenn sie nach Cottbus gehen: Die Zahnärzte schließen ihre Praxen. Vor einem Jahr waren da sechs oder sieben Praxen unbesetzt“, so Fleige. Dies zeige ein echtes Versorgungsproblem in einigen Regionen.



