Am vergangenen Wochenende suchten bei Temperaturen knapp unter 40 Grad Celsius insgesamt 120.159 Menschen Abkühlung in den Berliner Freibädern. Das gab der Betreiber, die Berliner Bäder-Betriebe, auf Anfrage bekannt. Im Vergleich dazu zählte das Unternehmen in der gesamten Vorwoche nach eigenen Angaben 295.989 Besucherinnen und Besucher – weniger als die Hälfte der diesjährigen Rekordzahl an nur zwei Tagen.
Einlassstopps und lange Schlangen
Der enorme Andrang führte am Samstag und Sonntag zu vorübergehenden Einlassstopps in mehreren Sommerbädern. Eine Sprecherin der Bäder-Betriebe erklärte, der Ticketverkauf sei an beiden Tagen gestoppt worden. Vor den Bädern bildeten sich teils sehr lange Schlangen, nicht alle Menschen konnten eingelassen werden. Dennoch blieb die Lage weitgehend friedlich.
Trotz der überfüllten Anlagen gab es nach Angaben der Sprecherin keine Polizeieinsätze. Es seien zwar einige Rettungseinsätze erforderlich gewesen, vor allem aufgrund von Kreislaufproblemen, doch größere Zwischenfälle blieben aus. Angesichts des „historisch heißen Wochenendes und des großen Ansturms“ sei dies besonders erfreulich, so die Sprecherin.
Saisonbilanz seit Mai
Seit Saisonbeginn am 1. Mai haben die Berliner Freibäder laut Bäder-Betriebe insgesamt 560.491 Besucher verzeichnet. Die meisten Anlagen sind seit Anfang Juni geöffnet. Eine Ausnahme bildet das Columbiabad in Neukölln, das aufgrund technischer Probleme erst in der vergangenen Woche seinen Betrieb aufnehmen konnte.
Die Hitzewelle in der Region hat damit einen neuen Besucherrekord in den Berliner Freibädern gebracht. Die Temperaturen erreichten am Wochenende fast 40 Grad Celsius – ein Wert, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Berlin noch nie gemessen wurde.



