Die 16-jährige Jugendliche, die am Freitag in Berlin-Adlershof unter einer Straßenbahn eingeklemmt wurde, befindet sich nach Polizeiangaben nicht mehr in Lebensgefahr. Dies gab die Polizei Berlin am Sonnabend bekannt. Das Mädchen war am Vortag gegen 13:30 Uhr an einer Fußgängerampel auf der Rudower Chaussee in Höhe des Großberliner Damms unterwegs, als es von einer Tram erfasst und mitgeschleift wurde.
Unfallhergang und Rettungsaktion
Nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei überquerte die 16-Jährige die Straße, während zeitgleich die Straßenbahn aus Richtung S-Bahnhof Adlershof in Richtung Haltestelle Walther-Nernst-Straße fuhr. Die Polizei machte keine Angaben dazu, für wen die Ampel zum Unfallzeitpunkt Grün zeigte. Die Jugendliche wurde auf den Gleisen von der Tram überfahren und mehrere Meter mitgeschleift. Dabei erlitt sie lebensbedrohliche Verletzungen.
Rettungskräfte, darunter die Besatzungen zweier Rettungshubschrauber, kämpften vor Ort um das Leben der 16-Jährigen. Ein Kran der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) musste die Tram anheben, um das Mädchen zu befreien. Nach der Befreiung wurde die Jugendliche mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie weiterhin intensivmedizinisch betreut wird.
Folgen für den Tram-Fahrer und Verkehrseinschränkungen
Der 27-jährige Fahrer der Straßenbahn erlitt einen Schock und wurde von den Rettungskräften ambulant behandelt. Die Rudower Chaussee war während der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Unfallaufnahme zwischen Am Studio und der Volmerstraße bis etwa 20 Uhr gesperrt. Der Verkehr musste weiträumig umgeleitet werden.
Ermittlungen zum Unfallhergang
Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Es wird geprüft, ob die Ampel für die Fußgängerin oder die Straßenbahn Grün zeigte. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die 16-Jährige schwebt nach Angaben der Polizei nicht mehr in akuter Lebensgefahr, bleibt aber weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung.



