Die Tochter und die ehemalige Privatsekretärin des verstorbenen Schalke-Managers Rudi Assauer stehen unter dem Verdacht, dessen Alzheimer-Erkrankung schamlos ausgenutzt zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, in den letzten Lebensjahren Assauers systematisch dessen Konten geplündert zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen bandenmäßigen Betrugs erhoben.
Hintergrund des Falls
Rudi Assauer, der langjährige Manager des FC Schalke 04, litt in seinen letzten Jahren an Alzheimer. Seine Tochter Bettina Michel kümmerte sich um ihn, während seine frühere Privatsekretärin Sabine Söldner ebenfalls eng eingebunden war. Laut Ermittlungen sollen die beiden Frauen gemeinsame Sache gemacht haben, um sich unrechtmäßig zu bereichern.
Die Vorwürfe im Detail
Konkret wird den Angeklagten vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum hinweg hohe Geldbeträge von Assauers Konten abgehoben und auf eigene Konten transferiert zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Frauen die geistige Verfassung Assauers bewusst ausnutzten, um ihre Taten zu vertuschen. Der Schaden soll sich auf mehrere Hunderttausend Euro belaufen.
Reaktionen und juristische Aufarbeitung
Die Verteidigung der beiden Frauen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Ein Gerichtstermin steht noch aus. Der Fall hat in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt, da Rudi Assauer eine Ikone des deutschen Fußballs war. Viele Fans und Weggefährten zeigen sich schockiert über die Entwicklungen.
Die Alzheimer-Erkrankung Assauers war öffentlich bekannt. Er selbst hatte sich in Interviews zu seiner Krankheit geäußert. Nun müssen die Hinterbliebenen und die Justiz klären, ob die ihm nahestehenden Personen tatsächlich seine Hilflosigkeit ausgenutzt haben.



