CSU fordert Rüstungsabkommen mit Ukraine – News im Überblick
CSU fordert Rüstungsabkommen mit Ukraine – News

Die CSU fordert von der Ukraine ein offizielles Rüstungsabkommen, um die Bundeswehr mit ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten. Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, sagte der „Bild am Sonntag“: „Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine.“ Deutschland werde die Hilfe fortsetzen, gleichzeitig habe Kyjiw „wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt – im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper“. Hoffmann fordert daher ein zwischenstaatliches Abkommen, in dem sich die Ukraine verpflichtet, ihre technologischen Fähigkeiten zu teilen. „Im Bedarfsfall müssen wir in der Lage sein, die Drohnenproduktion ganz schnell hochzufahren“, so der CSU-Politiker.

CSU fordert Technologietransfer aus der Ukraine

Hintergrund der Forderung ist die Einschätzung, dass die Ukraine im Drohnenbereich militärisch wegweisend sei. Hoffmann betonte, dass Deutschland an diesen Innovationen teilhaben müsse, um die eigene Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit zu stärken. Die CSU-Landesgruppe will das Thema auf ihrer bevorstehenden Klausurtagung vorantreiben. Kritiker warnen jedoch vor zu hohen Erwartungen, da die ukrainische Seite ihr Know-how bisher als strategischen Vorteil betrachtet.

Angriffe auf Kyjiw und russische Ziele

In der Nacht auf Montag meldete Bürgermeister Vitali Klitschko Brände in mindestens drei Bezirken Kyjiws nach russischen Angriffen mit ballistischen Raketen. Herabstürzende Trümmerteile hätten die Feuer ausgelöst. Augenzeugen berichteten von mehrfachen Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor neuen russischen Angriffen innerhalb von 48 Stunden gewarnt.

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Zuvor hatte Russland am Freitag einen Übungsplatz in der Region Kyjiw mit zwei ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko wurden zehn Menschen getötet, rund 100 weitere verletzt. Eine Veranstaltung mit Waffentechnik war offenbar das Ziel. Ermittler prüfen, ob es bei der Organisation zu Fahrlässigkeit kam. „Der Krieg entbindet nicht von Verantwortung für Führungsentscheidungen“, schrieb Krawtschenko auf Telegram.

Selenskyj warnt vor Iran und Nordkorea

Selenskyj erklärte, Russland stelle dem Iran seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten zur Verfügung. Seit Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchten anschließend im Iran auf. „Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen“, schrieb Selenskyj auf X.

Zudem will Russland nach Selenskyjs Angaben 30.000 Soldaten aus Nordkorea rekrutieren. Bereits seit Juni bereite Russland sich darauf vor, nordkoreanische Militärangehörige in der Region Woronesch einzusetzen. Nordkorea hatte 2024 rund 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands in der Region Kursk entsandt. Ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen zwischen den Ländern bestehe.

Russland verlängert Exportverbot

Russland verlängert das Verbot von Benzinexporten bis Ende des Jahres. Dies gab der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak bekannt. Dieselausfuhren sollen wieder erlaubt werden, „sobald sich der Markt erholt“. Das Exportverbot war eine Reaktion auf die Treibstoffverknappung, die durch wiederholte ukrainische Angriffe auf Raffinerien entstanden war. In vielen Gebieten Russlands ist die Abgabe von Benzin und Diesel an Tankstellen rationiert.

Tokajev ruft zu Konfliktstopp auf

Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajev forderte Kreml-Chef Wladimir Putin bei einem Gipfel in Omsk auf, die Kämpfe in der Ukraine zu stoppen. Er schlug ein „Einfrieren“ des Konflikts vor. „Es ist eine Schande, junge Menschen sterben ... All das muss gestoppt werden“, sagte Tokajev. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat aber nie die Offensive unterstützt.

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Weitere Ereignisse im Überblick

Ukrainische Truppen griffen mit Drohnen die Lukoil-Ölplattform Filanowski im Kaspischen Meer sowie zwei Frachtschiffe an, die angeblich an Militärtransporten zwischen Russland und dem Iran beteiligt waren. Selenskyj kündigte zudem den Bau einer Drohnenfabrik in den USA an, die mit ukrainischer Technologie arbeiten soll. Ein entsprechendes Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten, sagte Selenskyj, jedoch würden die Einzelheiten noch ausgearbeitet.

Rumänien schoss am zweiten Tag in Folge eine Drohne in seinem Luftraum ab. Verteidigungsminister Radu Miruta erklärte, eine Drohne sei nahe der Grenze zur Ukraine abgefangen und von einer F-16 getroffen worden. Es war der erste Abschuss seit Kriegsbeginn, nachdem immer wieder Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen waren.

Der russische Online-Versandhändler Wildberries evakuierte erneut Mitarbeiter, diesmal in Jekaterinburg, nach einem Drohnenangriff. Das Unternehmen bestätigte die Räumung, das Logistikzentrum sei jedoch nicht beschädigt worden. Das russische Verteidigungsministerium gab an, 328 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben – ein Hinweis auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe.