WM-Finale verloren: Argentinien-Trainer Scaloni bricht Pressekonferenz ab
WM-Finale: Scaloni bricht Pressekonferenz ab

Nach der 0:1-Niederlage im WM-Finale gegen Spanien hat Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni eine Pressekonferenz unter Tränen abgebrochen. Der 48-Jährige zeigte sich emotional und ließ seine Zukunft offen. Bereits zuvor hatte Superstar Lionel Messi nach dem Abpfiff geweint, als die Fans seinen Namen skandierten.

Scaloni: „Ich verspüre das tiefe Bedürfnis, in mich zu gehen“

Scaloni wurde auf der Pressekonferenz nach der Zukunft von Messi und seiner eigenen gefragt. „Ich habe noch nicht mit Leo gesprochen. Was mich betrifft: Ich werde mit dem Präsidenten des Verbandes sprechen. Ich denke, es wird so laufen, dass ich meinen Vertrag erfülle und ich dann weitersehe“, sagte er. Sein Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres. „Aktuell verspüre ich das tiefe Bedürfnis, in mich zu gehen. Ich weiß einfach nicht, ob es mir nochmal gelingen wird, etwas so Großes zu schaffen.“

Emotionale Worte über die Mannschaft

Als Scaloni auf seine Mannschaft zu sprechen kam, die bei der WM in vier Jahren ein völlig neues Gesicht haben dürfte, überkamen ihn die Emotionen: „Um weiterzumachen, braucht es sehr viele Dinge – vor allem muss man sich wieder neu erfinden. Man muss wieder ein Team wie dieses formen, aber so etwas gelingt eigentlich nur so schwer nochmal.“ Dann stockte er, ihm kamen die Tränen. „Es tut mir in der Seele weh, es tut mir sehr leid“, sagte er und verließ das Podium.

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Der argentinische Pressesprecher Nicolás Novello gab Scaloni noch einen freundschaftlichen Klaps auf den Arm, während die anwesenden Journalisten mit langem Applaus reagierten. Viele sahen darin einen möglichen endgültigen Abgang Scalonis.

Scalonis Werdegang und Dank an Verbandspräsidenten

Scaloni bedankte sich bei Claudio „Chiqui“ Tapia, dem Präsidenten des argentinischen Verbandes: „Dieser Job ist wunderbar, ein absoluter Traumjob. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich es so weit bringen werde.“ Bevor er 2018 die Nationalmannschaft übernahm, war er Co-Trainer und coachte die U20 seines Landes. Unter seiner Führung wurde Argentinien 2022 Weltmeister.

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