Spezialeinheiten von Polizei und Zollfahndung haben in Frankfurt am Main mutmaßlich mindestens einen Auftragsmord in letzter Minute verhindert. Am vergangenen Freitag nahmen die Einsatzkräfte fünf junge Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren fest, die kurz davor standen, die Tat auszuführen. Nach Angaben des Zollfahndungsamts Frankfurt und des Hessischen Landeskriminalamts wurden zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition, weitere tatrelevante Gegenstände sowie rund 300 Gramm Haschisch sichergestellt.
Videobrille sollte Tat aufzeichnen
Die Ermittler erfuhren durch „kriminaltaktische Maßnahmen“ noch am selben Tag, dass die Gruppe plante, bis zu drei Personen durch einen beauftragten Schützen erschießen zu lassen. „Die Tat sollte von dem Auftragsschützen zudem mittels einer Videobrille aufgezeichnet werden“, teilten die Behörden mit. Nur durch das sofortige Eingreifen der Fahnder hätten die unmittelbar bevorstehenden Auftragsmorde verhindert werden können.
Festgenommene mit verschiedenen Staatsangehörigkeiten
Unter den Festgenommenen befand sich der mutmaßliche Schütze. Zwei der Männer besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammen aus Polen, Bulgarien und Kroatien, erklärte eine Sprecherin des Zollfahndungsamts Frankfurt. Zu den genauen Hintergründen konnte sie keine Angaben machen. Die Männer wurden am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzen inzwischen alle in Untersuchungshaft.



