Das Bachfest in Leipzig sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Eine Mitarbeiterin des Veranstaltungsteams hat Strafanzeige gegen einen Dirigenten erstattet. Der Vorfall ereignete sich direkt nach einem Konzert vor Publikum. Das ausrichtende Bach-Archiv spricht in einer Stellungnahme von einem „grenzüberschreitenden Verhalten eines Dirigenten gegenüber einer Mitarbeiterin unseres Veranstaltungsteams“.
Vorfall nach Konzert: Dankeschön endet im Eklat
Laut Schilderung des Bachfest-Intendanten Michael Maul wollte die Frau dem Dirigenten nach dem Konzert eine Schriftrolle als Dankeschön überreichen. Der Dirigent habe die Rolle genommen und versucht, sie der Mitarbeiterin an ihre Halskette oder in den Ausschnitt ihres T-Shirts zu stecken. Maul bezeichnete das Verhalten des Dirigenten als „rüpelhaftes Verhalten“ und mutmaßte, dieser habe wohl nicht überblickt, dass die Mitarbeiterin auf ihn zukam, um sich zu bedanken.
Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass eine Strafanzeige der Mitarbeiterin vorliegt. Der Dirigent selbst wies den Vorwurf eines sexuellen Übergriffs zurück. Maul erklärte, es habe ein Gespräch gegeben, bei dem der Dirigent sein Fehlverhalten eingeräumt und sich entschuldigt habe. Das Bach-Archiv betonte, die Mitarbeiterin werde unterstützt.
Reaktionen und Konsequenzen
Der Vorfall sorgt für Diskussionen über angemessenes Verhalten im Kulturbetrieb. Das Bachfest Leipzig zählt zu den bedeutendsten Musikfestivals in Deutschland und zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Die genauen Umstände des Vorfalls werden nun von den Ermittlungsbehörden geprüft. Das Bach-Archiv kündigte an, aus dem Vorfall Konsequenzen zu ziehen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



