Nach einem tödlichen Messerangriff in einer Bankfiliale in Regensburg hat die Polizei einen 20-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft soll im Laufe des Freitags dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.
Angriff in Bankfiliale: Geiselnahme befürchtet
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in einer Filiale der Hypovereinsbank im Regensburger Westen. Ein Angreifer attackierte einen Bankmitarbeiter mit einer Stichwaffe und verletzte ihn tödlich. Die Einsatzkräfte gingen zunächst von einer Geiselnahme aus, da die Zahl der Personen im Gebäude unklar war. Spezialeinheiten der Polizei nahmen den 20-Jährigen schließlich in dem Gebäude fest. Zwei weitere Personen, die sich ebenfalls in der Filiale aufhielten, wurden unverletzt in Sicherheit gebracht.
Opfer stirbt im Krankenhaus
Der lebensgefährlich verletzte Bankmitarbeiter wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag. Die Hypovereinsbank zeigte sich tief betroffen. „Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls“, teilte das Unternehmen mit. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden sowie bei den weiteren betroffenen Kolleginnen und Kollegen.“
Ermittlungen wegen Tötungsdelikts und Raubüberfalls
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Festgenommenen wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls. Laut Polizeisprecherin besteht der Verdacht, dass es sich um einen missglückten Raubüberfall handeln könnte. Die genauen Umstände der Tat sind jedoch noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Tatverdächtige blieb bei der Festnahme unverletzt.
Bank arbeitet mit Behörden zusammen
Die Hypovereinsbank sicherte zu, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten. „Die Unterstützung der Mitarbeitenden hat nun höchste Priorität“, hieß es in der Mitteilung der Bank. Die Filiale bleibt vorerst geschlossen. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich zu melden.



