Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall am Olgaeck in Stuttgart
Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall am Olgaeck in Stuttgart

Gut ein Jahr nach einem tödlichen Verkehrsunfall nahe der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck in Stuttgart ist der Unfallfahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Stuttgart verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der 43-jährige Angeklagte muss zudem 400.000 Euro Schadensersatz an die Opfer und deren Angehörige zahlen, regelmäßig Drogentests absolvieren und seinen Führerschein für mindestens neun Monate abgeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Unfall ereignete sich Anfang Mai 2025, als der Mann mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abkam und in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle fuhr. Eine 46-jährige Frau starb, acht weitere Fußgänger wurden teils schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft warf dem Fahrer fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Im Prozess hatte der Angeklagte eingeräumt, am Tag vor dem Unfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Er erklärte, er sei nicht davon ausgegangen, dass die Substanzen am Folgetag noch wirken würden. Eine Rechtsmedizinerin ging jedoch davon aus, dass der Mann unter akutem Kokaineinfluss gestanden haben könnte. Der Staatsanwalt hatte ebenfalls eine zweijährige Bewährungsstrafe gefordert, der Verteidiger plädierte auf ein Jahr und acht Monate.

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