Bondi räumt Fehler bei Epstein-Akten ein – Kritik im Kongress
Bondi räumt Fehler bei Epstein-Akten ein – Kritik im Kongress

US-Justizministerin Pam Bondi hat vor einem Kongressausschuss Fehler bei der Veröffentlichung von Akten im Fall Jeffrey Epstein eingeräumt. In einer hitzigen Anhörung im Repräsentantenhaus verteidigte sie ihren Umgang mit den Dokumenten, gestand aber ein, dass Namen von Opfern „versehentlich“ veröffentlicht worden seien. Diese seien nach Hinweisen „umgehend“ geschwärzt worden.

Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin kritisierte, dass die Namen von Opfern nicht geschwärzt worden seien, während Täter und Komplizen unkenntlich gemacht wurden. Viele Opfer hätten ihre Peinigung geheim gehalten, sogar vor Familie und Freunden. Das Justizministerium habe dennoch ihre Identitäten mit der Welt geteilt.

Dan Goldman, ebenfalls Demokrat, warf Bondi „unzulässige Schwärzungen“ vor, die US-Präsident Donald Trump und andere mit Epstein verbundene Täter schützten. Den Opfern sei „genau das Gegenteil“ widerfahren: Ihre Identifikationsdaten seien nicht geschwärzt worden. Bondi entgegnete, die Fehler seien korrigiert worden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Goldman bemängelte zudem, dass Bondis Ministerium 75 Tage für die Veröffentlichung benötigt habe, obwohl nur 30 Tage eingeräumt worden seien. Die Verzögerung sei nicht durch Zeitmangel zu erklären. Bondi äußerte sich auch zu Ghislaine Maxwell, der langjährigen Vertrauten Epsteins: Sie werde „hoffentlich im Gefängnis sterben“. Maxwell verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe in Texas.

Maxwell hatte wenige Tage zuvor vor einem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses von ihrem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Ihr Anwalt stellte jedoch in Aussicht, dass sie im Falle einer Begnadigung bereit sei, öffentlich auszusagen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration