Die Staatsanwaltschaft Berlin will den mutmaßlichen Brandstifter eines Kältebusses dauerhaft in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus unterbringen. Es gebe Hinweise, dass der 41-jährige Mann aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein könnte, teilte die Behörde mit. Ein entsprechendes Sicherungsverfahren wurde beim Landgericht beantragt.
Tat am Neujahrstag 2026 in Berlin-Moabit
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 1. Januar 2026 in der Lehrter Straße in Berlin-Moabit. Der Beschuldigte soll den Kältebus mit einem Feuerzeug und Brandbeschleuniger in Brand gesetzt haben. Die Fahrzeugfront brannte vollständig aus, der Bus ist nicht mehr nutzbar. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro.
Zeugen beobachteten die Tat und hielten den offenbar betrunkenen Mann fest, bis die Polizei eintraf. Seit seiner Festnahme befindet er sich in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen schweigt er bislang.
Rechtliche Grundlage des Sicherungsverfahrens
Ein Sicherungsverfahren wird eingeleitet, wenn eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit begangen wurde und eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht. Ziel ist die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt, nicht eine Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft sieht hier die Voraussetzungen gegeben.
Der Fall zeigt die besondere Problematik von Straftaten, die auf psychische Erkrankungen zurückgeführt werden. Die Entscheidung über den Antrag liegt nun beim Landgericht Berlin.



