Ex-DSDS-Kandidat Dominik Münch in U-Haft wegen Missbrauchs an 12-Jähriger
Ex-DSDS-Kandidat in U-Haft: Missbrauch an 12-Jähriger

Der ehemalige DSDS-Kandidat Dominik Münch (41) befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Hamburg wirft dem 41-Jährigen vor, ein zwölfjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Der Fall sorgt bundesweit für Aufsehen, da Münch als „singender Friseur aus der Pfalz“ bekannt wurde und später mit Drogenproblemen und mehreren Prozessen in die Schlagzeilen geriet.

Handzeichen rettete das Kind

Laut Ermittlern gelang es dem Mädchen, mit einem stillen Handzeichen auf seine Notlage aufmerksam zu machen. Das Kind zeigte das international bekannte Zeichen für „Hilfe bei häuslicher Gewalt“ – die Handfläche nach außen, den Daumen eingeklappt und die Finger darüber gelegt. Zeugen erkannten das Signal und alarmierten die Polizei. Die Beamten konnten Münch noch am Tatort in Hamburg festnehmen.

Staatsanwaltschaft bestätigt Haftbefehl

Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte auf Anfrage, dass gegen Münch ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern erlassen wurde. „Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft“, sagte ein Sprecher. Weitere Details zu den Vorwürfen nannte die Behörde mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

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Münchs turbulente Vergangenheit

Dominik Münch wurde 2009 durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) bekannt. Nach dem Ruhm folgte ein Absturz: Er kämpfte mit Drogenabhängigkeit und wurde mehrfach straffällig. Bereits 2017 verurteilte ihn das Landgericht Frankenthal wegen Drogenhandels zu einer Haftstrafe. 2021 stand er erneut vor Gericht – diesmal wegen Körperverletzung. Der aktuelle Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wiegt jedoch deutlich schwerer.

Ermittlungen dauern an

Die Polizei Hamburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob es weitere Opfer geben könnte. Münch selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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