Fabian-Prozess: Täter stammt laut Profiler aus dem Umfeld des Jungen
Fabian-Prozess: Täter aus Umfeld des Jungen

Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian hat ein Sachverständiger eine erschütternde Aussage getroffen: Der Täter müsse Fabian gekannt haben und aus dessen unmittelbarem Umfeld stammen. Dies berichtete BILD am 26. Juni 2026 aus dem Gerichtssaal.

Profiler: Täter war Fabian bekannt

Der vom Gericht bestellte Profiler führte aus, dass die Tatausführung und die Umstände des Verbrechens eindeutig auf einen Täter hindeuteten, der das Opfer persönlich kannte. „Die Art der Tatbegehung lässt keinen Zweifel daran, dass der Täter Zugang zu Fabians Vertrauensbereich hatte“, so der Experte. Er betonte, dass es sich um eine gezielte Tat handele, die eine vorherige Kenntnis von Fabians Gewohnheiten und Umfeld voraussetze.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits angedeutet, dass der Täter im engeren Bekanntenkreis des Jungen zu suchen sei. Nun untermauert die Aussage des Profilers diese These. Die Ermittler konzentrieren sich daher auf Personen aus Fabians Familie, Nachbarschaft und Freundeskreis.

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Belastende Aussagen und neue Details

Im Verlauf des Prozesses kamen weitere belastende Details ans Licht. Eine Polizistin sagte zum Alibi des Vaters aus, das nach ihren Angaben „nicht lückenlos“ sei. Zudem wurden Fotos gezeigt, die laut BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche „schwer zu ertragen“ waren. Die Gerichtsmedizin hatte bereits zuvor eine „hohe Gewaltintensität“ bei der Tat festgestellt.

Der Prozess, der in einem kleinen Ort großes Aufsehen erregt, wird von der Öffentlichkeit intensiv verfolgt. „Ein Dorf sucht Antworten“, titelte BILD zum Prozessauftakt. Die Angehörigen von Fabian verfolgen die Verhandlung unter großer emotionaler Belastung.

Weitere Verhandlungstage angesetzt

Das Gericht hat weitere Verhandlungstage angesetzt, um die Aussagen der Sachverständigen und Zeugen vollständig zu würdigen. Der Profiler soll in den kommenden Sitzungen sein vollständiges Gutachten vorlegen. Die Verteidigung kündigte an, die Aussagen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls Gegengutachten zu beantragen.

Der Fall Fabian hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Junge war vor mehreren Monaten unter ungeklärten Umständen verschwunden und später tot aufgefunden worden. Die genaue Todesursache und die Tatumstände sind Gegenstand des laufenden Verfahrens.

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