Seit mehr als zwei Jahren ist ein Familienvater aus dem Landkreis Rastatt spurlos verschwunden. Die ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY … vermisst“ widmet sich nun dem mysteriösen Fall von Alexander Bohnert, der am 3. April 2024 seine Wohnung in Lichtenau-Muckenschopf (Baden-Württemberg) verließ und seitdem nicht mehr gesehen wurde. Die Sendung läuft am Mittwoch um 20.15 Uhr im ZDF.
Letzte Aufnahmen zeigen den Aufbruch
Der damals 51-jährige Familienvater war nach einer Nachtschicht gegen 8 Uhr nach Hause gekommen und hatte sich kurz darauf für eine Wanderung fertiggemacht. Seine Frau berichtete der Polizei, dass es für Alexander Bohnert normal gewesen sei, nach einer Nachtschicht wandern zu gehen, wenn er nicht einschlafen konnte. Die beiden hatten sich an jenem Morgen noch gesehen – der Frau fiel nichts Ungewöhnliches auf. Er trug eine schwarze Wanderhose, eine schwarze Softshelljacke, dunkle Wanderschuhe und einen Rucksack. Die Überwachungskamera des Hauses zeichnete seinen Aufbruch auf – es sind die letzten Aufnahmen von ihm.
Großangelegte Suche ohne Erfolg
Als Alexander Bohnert nicht zu einem wichtigen Termin um 13 Uhr erschien, alarmierte seine Frau Freunde und Familie und durchsuchte die nähere Umgebung. Gegen 20 Uhr meldete sie ihn bei der Polizei als vermisst. Da er bereits mit 39 Jahren einen Herzschrittmacher erhalten hatte, waren die Sorgen groß. Die Ermittler starteten eine großangelegte Suche mit Hubschraubern und zahlreichen Einsatzkräften – jedoch ohne Erfolg. „Bislang haben wir keine neuen Erkenntnisse“, erklärte ein Sprecher des Offenburger Präsidiums nun. Es gebe keine Anzeichen für ein Verbrechen oder ein mögliches Motiv.
Rätselhaftes Verschwinden beschäftigt Ermittler
Das Verschwinden des leidenschaftlichen Wanderers bleibe „nach wie vor rätselhaft und ist bis dato eigentlich unerklärlich“, so der Sprecher weiter. Die Familie lebt seit zwei Jahren in Ungewissheit. In der Sondersendung „Aktenzeichen XY … vermisst“ wird Moderator Rudi Cerne mehrere Vermisstenfälle vorstellen. „Mich berührt vor allem die Ungewissheit, mit der die Angehörigen leben müssen“, sagte Cerne. „Es gibt keinen Abschied, keine Antworten – nur das Hoffen und das Warten.“ Die Polizei Rastatt bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 07222/761 0.



