Der ehemalige Marketingprofessor Daniel Taylor (51) vom Rawls College of Business der Texas Tech University hat sich vor Gericht schuldig bekannt, über Monate hinweg Fentanyl verkauft und die Droge teilweise gegen sexuelle Handlungen getauscht zu haben. Die Anklage wirft ihm vor, sein Expertenwissen im Lieferkettenmanagement genutzt zu haben, um ein eigenes Drogennetzwerk aufzubauen. US-Staatsanwalt Ryan Raybould erklärte: „Taylor nutzte seine Erfahrung im Lieferkettenmanagement, um im Raum Lubbock eine eigene Lieferkette für gefährliche Betäubungsmittel aufzubauen.“
Drogenfund und handschriftliches „Rezept“
Bei einer Durchsuchung von Taylors Haus stießen Ermittler auf zahlreiche Beweismittel, darunter Fentanylpulver und ein handschriftliches „Rezept“ für sein Produkt „Flamingo“ – eine pinkfarbene Mischung aus Fentanyl und dem Beruhigungsmittel Bromazolam. Die Analyse der beschlagnahmten Substanzen ergab, dass Taylor verschiedene Mengen an Fentanyl, Bromazolam, Kokainbase (Crack), Methamphetamin, Ketamin und MDMA (Ecstasy) besaß. Die Behörden waren durch Hinweise auf seine Spur gekommen und hatten den Dozenten wochenlang observiert.
Opfer und Geständnis
Taylor gestand, dass mindestens acht Menschen durch sein Fentanyl eine Überdosis erlitten. Ein Opfer musste nach dem Konsum mehrere Tage künstlich beatmet werden. In mindestens einem Fall musste Taylor einer Frau nach einer Überdosis zwei Dosen des Notfallmedikaments Narcan verabreichen, um ihr Leben zu retten. Vier Frauen aus seinem Umfeld, die laut Ermittlern Fentanyl für ihn weiterverkauften, wurden ebenfalls angeklagt.
Staatsanwalt Raybould betonte: „Ich erwarte – und wir werden definitiv darauf drängen –, dass er für den Schaden, den er unserer Gemeinschaft zugefügt hat, mit einer empfindlichen Haftstrafe zur Rechenschaft gezogen wird.“ Taylor bleibt bis zur Urteilsverkündung in Haft. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.



