In der Julius-Leber-Kaserne in Berlin-Wedding ist am Donnerstag ein neuer Informations- und Gedenkort für den Widerstandskämpfer Julius Leber eröffnet worden. Die Bundeswehr veranstaltete eine Gedenkfeier, bei der Brigadegeneral Horst Busch die Gäste begrüßte. Julia Spohr, Leiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, führte in eine Ausstellung über Lebers Leben und Wirken ein. Nach einer Kranzniederlegung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den neuen Gedenkort in der Kaserne zu besichtigen.
Julius Leber: Vom Widerstandskämpfer zum Namensgeber
Julius Leber wurde am 5. Januar 1945 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet. Er gehörte zum Kreis des Widerstands um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und war maßgeblich an den Planungen des Attentats vom 20. Juli 1944 beteiligt. Die Kaserne in Berlin-Wedding trägt seit 1995 seinen Namen. Der neue Gedenkort soll an seinen Mut und seine Opferbereitschaft erinnern.
Bedeutung des Gedenkortes für die Bundeswehr
Die Einweihung des Gedenkortes unterstreicht die Tradition der Bundeswehr, sich mit der Geschichte des Widerstands auseinanderzusetzen. Brigadegeneral Horst Busch betonte in seiner Rede die Vorbildfunktion Julius Lebers für die heutigen Soldatinnen und Soldaten. Die Ausstellung, die von Julia Spohr konzipiert wurde, zeigt Dokumente, Fotos und persönliche Gegenstände aus Lebers Leben.
Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Gedenkfeiern, die die Bundeswehr regelmäßig zu Ehren von Widerstandskämpfern durchführt. Der neue Gedenkort ist öffentlich zugänglich und soll insbesondere auch jungen Menschen die Geschichte des Widerstands nahebringen.



