Geiselnahme in Berliner Supermarkt beendet – Täter überwältigt
Die Geiselnahme in einem Rewe-Supermarkt im Berliner Stadtteil Marienfelde ist beendet. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurde der Täter am Samstagmorgen überwältigt und die Geisel befreit. Der Mann hatte die Frau ab etwa 22:00 Uhr am Freitagabend in seine Gewalt gebracht und mit einem Messer bedroht.
Einsatz von Spezialeinheiten
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) sowie speziell geschulte Beamte. Der Supermarkt in der Hildburghauser Straße, Ecke Tirschenreuther Ring, war weiträumig abgesperrt. Die Hildburghauser Straße war in beide Richtungen gesperrt. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr waren im Einsatz.
Schilderungen eines Mitarbeiters
Ein 22-jähriger Mitarbeiter, der als Minijobber in der Filiale arbeitet, schilderte die Ereignisse: „Ich bin geschockt.“ Kurz vor Ladenschluss habe er die verbliebenen Kunden hinausschicken wollen, als der Mann ein Messer zog. „Das Messer war schon sehr groß“, sagte er. Er habe das „funkelnde Messer“ gesehen, sei dann mit einer Kollegin rausgelaufen und habe die Polizei alarmiert. Die Geisel sei eine Mitarbeiterin: „Sie war einfach am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt.“
Hintergrund und Umfeld
Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand Berlins. Es handelt sich um eine ruhige Wohngegend mit Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohnbauten sowie mehreren Schulen und Kitas. Neben dem Supermarkt befindet sich eine Tankstelle. Am frühen Morgen hatten Beamte eine Leiter an das Gebäude gestellt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Hinter der Absperrung harrten einige Angestellte des Supermarkts mit dünnen Decken des Rettungsdienstes aus.



