Ein mutmaßliches Mitglied einer Bande von Geldautomaten-Sprengern hat vor dem Landgericht Berlin die Beteiligung an drei Sprengungen gestanden. Der 31-jährige Angeklagte erklärte über seinen Verteidiger, er sei von anderen Männern angeworben worden, die „schnelles Geld versprochen“ und das bei den Taten verwendete Sprengmaterial beschafft hätten. Die Anklage wirft ihm schweren Bandendiebstahl und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor.
Hintergrund der Taten
Laut Ermittlungen soll der Mann Teil einer größeren Gruppierung aus der Republik Moldau gewesen sein. Die Bande wird mit insgesamt 22 bis 23 Geldautomaten-Sprengungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Hessen in Verbindung gebracht, wie ein Ermittler im Prozess aussagte. Die drei angeklagten Taten ereigneten sich zwischen dem 18. Mai 2024 und dem 24. Januar 2025 in den Berliner Stadtteilen Lichtenberg und Marzahn. In zwei Fällen erbeuteten die Täter rund 32.000 Euro, im dritten Fall blieb es beim Versuch.
Festnahme und Vorstrafen
Nur Stunden nach der letzten Tat, bei der ein Geldautomat in einem Einkaufszentrum gesprengt wurde, nahm die Polizei den 31-Jährigen sowie einen 37-jährigen Mittäter fest. Der Angeklagte war bereits im August 2025 in einem ersten Prozess wegen ähnlicher Delikte zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden – rechtskräftig. Damals ordnete das Gericht zudem die Einziehung von Wertersatz in Höhe von knapp 66.000 Euro an. Der Mitangeklagte aus dem aktuellen Verfahren erhielt eine Strafe von fünf Jahren und zehn Monaten. Der Prozess wird voraussichtlich am Donnerstag fortgesetzt.



