Prinz George feiert seinen 13. Geburtstag – und damit steht eine große Veränderung an: Der älteste Sohn von Prinzessin Kate und Prinz William verlässt die Lambrook School, um ab September das renommierte Eton College zu besuchen. Die Schulgebühren liegen bei etwa 63.000 Pfund (rund 74.000 Euro) pro Jahr, wie die BBC berichtet. Auch sein Vater Prinz William war von 1995 bis 2000 Schüler dieser traditionsreichen Internatsschule.
Vorbild Vater: George will in Williams Fußstapfen treten
Ein Palast-Insider verriet, dass Prinz George „schon immer in die Fußstapfen seines Vaters treten wollte“. Eton College wurde 1440 von König Henry VI. gegründet und hat bereits 20 britische Premierminister hervorgebracht, darunter David Cameron und Boris Johnson. Auch Georges Onkel Prinz Harry und viele weitere royale Familienmitglieder wurden dort ausgebildet. Prominente Absolventen sind zudem die Schauspieler Eddie Redmayne, Dominic West, Damian Lewis und Tom Hiddleston.
Ailsa Anderson, ehemalige Mitarbeiterin von Queen Elizabeth II., erklärte gegenüber dem Magazin „People“, dass sich Prinz William und Prinzessin Kate vor dem Schulwechsel „intensiv informiert“ hätten, „um die richtige Entscheidung zu treffen“.
Internatsleben: Farbtest am ersten Tag
Prinz George muss sich an die besonderen Bräuche in Eton gewöhnen. Britischen Medien zufolge steht am ersten Schultag ein „Farbtest“ an, bei dem er die offiziellen Farben der 25 Internatshäuser sowie die Standorte der Schulgebäude lernen muss. Jedes Haus beherbergt etwa 55 Schüler, elf pro Jahrgangsstufe. Jeder Junge hat sein eigenes Zimmer.
Das Internat wirbt mit fürsorglichen Gemeinschaften: „Die 25 Internatshäuser in Eton sind gleich und doch unterschiedlich. Sie alle sind fürsorgliche Gemeinschaften, in denen Freundlichkeit und Empathie im Mittelpunkt stehen.“ Von den Jungen werde Höflichkeit und Respekt erwartet. Prinz William und Prinz Harry waren im Manor House untergebracht, und es wird erwartet, dass auch George dort wohnt.
Disziplin und Uniform: Strenge Regeln
Zu den Disziplinarmaßnahmen in Eton gehören laut der Zeitschrift „Hello!“ das Abschreiben lateinischer Gedichte oder Sozialarbeit wie Unkrautjäten. Die Uniform besteht aus schwarzem Frack, Weste, Nadelstreifenhose und einem steifen weißen Kragen – der Rang wird durch unterschiedliche Kragen deutlich.
Jamie Lowther-Pinkerton, Georges Taufpate und ehemaliger Privatsekretär von William und Kate, sprach im „A Right Royal Podcast“ über seine eigenen Erfahrungen in Eton: „Es hat sich wahrscheinlich viel verändert, seit ich dort war. Und in vielerlei Hinsicht hat es sich zum Besseren verändert.“ Er nannte es ein „großes Privileg, dort zur Schule zu gehen“ mit „allen möglichen tollen Dingen“ wie Debattier- oder Kunstgeschichtsklubs. Er wolle George nicht vorschreiben, was er tun solle, aber „wenn jemand an einen solchen Ort geht, dann muss man die Gelegenheit nutzen, um das Leben dort in vollen Zügen zu genießen“.
Moderne Schule mit historischem Flair
Melanie Sanderson, Chefredakteurin des „Good Schools Guide“, betonte gegenüber der BBC, dass Eton über „spektakuläre Einrichtungen und ein weitläufiges Gelände“ verfüge und trotz historischer Gebäude eine „moderne Schule mit einer fortschrittlichen Ausrichtung“ sei. Sie sagte: „Die meisten 13-jährigen Jungen, die im September dort ankommen, können unmöglich wissen, was das Erwachsenenleben für sie bereithält. Prinz George steht jedoch vor einer ganz besonderen Zukunft, und seine Eltern haben entschieden, dass eine Ausbildung in Eton die beste Vorbereitung auf das Leben als modernes Mitglied der Königsfamilie darstellt.“
Prinz William selbst hatte in einem Interview mit 18 Jahren verraten, dass er seine Zeit in Eton sehr geschätzt habe: „Ich habe es wirklich genossen, in Eton einfach wie jeder andere Schüler auch leben zu können.“ Ob George ähnlich empfinden wird, bleibt abzuwarten.



