Urteil im Fall Ashley: Lebenslange Haft für Eltern
Das Landgericht Itzehoe hat die Eltern der vier Monate alten Ashley, die in Brunsbüttel verhungert war, zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Kammer sprach die Angeklagten des Mordes in Tateinheit mit schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.
Einziger Trost: Gerechtigkeit für das Baby
Der Vorsitzende Richter betonte in der Urteilsbegründung, dass die Eltern ihre Fürsorgepflicht aufs Gröbste verletzt hätten. „Sie ließen ihr Kind über Wochen hinweg qualvoll verhungern, ohne medizinische Hilfe zu holen“, so der Richter. Die Tat sei aus niedrigen Beweggründen erfolgt.
Details zum Fall
Ashley war im April 2024 in der elterlichen Wohnung in Brunsbüttel gestorben. Das Baby wog bei seinem Tod nur noch knapp drei Kilogramm – ein Drittel des Normalgewichts. Die Obduktion ergab, dass der Tod durch Austrocknung und Unterernährung eingetreten war. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert.
Reaktionen und Ausblick
Die Verteidigung kündigte Revision gegen das Urteil an. Die Eltern zeigten sich im Prozess weitgehend einsilbig und ließen keine Reue erkennen. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und erneut die Diskussion über Kinderschutzmaßnahmen entfacht.



