Füchse Berlin: Hanning wehrt sich gegen Begriff Übergangssaison
Füchse Berlin: Hanning gegen Übergangssaison

Vor dem Saisonstart der Handball-Bundesliga hat Geschäftsführer Bob Hanning der Füchse Berlin klare Ansagen formuliert. Von einem sogenannten Übergangsjahr will er nichts hören. „Dieses Wort macht mich aggressiv“, sagte Hanning bei der Saisoneröffnungsrunde in Berlin. „Das ist das einzige Wort, das ich in diesem Jahr nicht hören will.“ Die Füchse haben mit Weltklasse-Torwart Dejan Milosavljev und Lasse Andersson zwei namhafte Spieler verloren. Andersson, Welt- und Europameister, kehrte in seine dänische Heimat zurück. Einen direkten Ersatz auf seinem Niveau holten die Hauptstädter nicht. Stattdessen setzen sie auf die Entwicklung eigener Spieler.

Keine Zweifel an den Ambitionen

Hanning und Trainer Nicolej Krickau betonten, dass die Ziele hochgesteckt bleiben. „Es gibt keine Zweifel an den Ambitionen“, so Hanning. Er beugte sich aus der Stuhllehne nach vorn, um jeden Zweifel auszuräumen. Die Richtung ist vorgegeben: Die Füchse gehen ohne weitere Verstärkung in die neue Saison. „Natürlich schauen wir weiter auf den Markt. Aber wir handeln nur, wenn wir einen Spieler finden, der für die Füchse eine Verbesserung ist“, ergänzte Krickau.

Langhoff soll die Lücke schließen

Die Lücke auf der Rückraumlinken-Position soll Nationalspieler Matthes Langhoff füllen, der bisher vor allem in der Abwehr zum Einsatz kam. „Wir erwarten, dass er nicht nur einer der besten Abwehrspieler der Welt ist, sondern auch ein starker Rückraumlinker wird“, sagte Hanning und legte nach: „Die Saison für Matthes ist die Saison seines Lebens.“ Auch Rückkehrer Frederik Simak vom TBV Lemgo Lippe kann auf dieser Position spielen. Neben Langhoff soll der norwegische Spielmacher Tobias Gröndahl mehr Verantwortung übernehmen. Dies ist nötig, weil Nationalspieler Nils Lichtlein nach seiner Fuß-Operation voraussichtlich bis Oktober ausfällt. Gröndahl ist derzeit der einzige Mittelmann im Kader. Routinier Fabian Wiede (32) muss sich nach seinem Kreuzbandriss erst wieder herantasten. Zum Saisonstart soll er dabei sein. „Aber nach zehn Monaten ohne Handball ist das natürlich nicht so einfach“, dämpfte Krickau die Erwartungen.

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Auftaktprogramm mit hohem Schwierigkeitsgrad

Die Füchse starten mit Handicap und einem Programm, das kaum härter sein könnte. „Der Auftakt wird brutal“, sagte Krickau. Nach dem Supercup am 22. August gegen den SC Magdeburg treffen die Berliner an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen auf Melsungen, Magdeburg, Stuttgart und Gummersbach. Vielleicht bleibt der Verein deshalb beim Saisonziel bewusst vage. „Es macht jetzt gar keinen Sinn, irgendwas zu sagen. Wir müssen erst einmal gucken, wie sich das entwickelt“, sagte Hanning. Krickau bekräftigte: „Es macht wenig Sinn, jetzt Tabellenziele auszurufen. Entscheidend ist unser Alltag. Der entscheidet, wie viel wir später von Titeln träumen dürfen.“

Neue Partner für wirtschaftliche Stabilität

Einen Zugang gibt es jedoch: Mit ImmoScout24 präsentierten die Füchse einen neuen Goldpartner. „Sportlich ist das gefühlt wie ein vorgezogener Top-Transfer“, sagte Hanning. Erstmals seit 22 Jahren seien die Werbeflächen des Klubs so gut wie ausvermarktet. Dazu kommt mit dem Getränkehersteller Holy ein zweiter neuer Partner. „Ich war meiner Zeit mal wieder voraus“, scherzte Hanning mit Blick auf das Thema Hydration. Beide Partnerschaften sollen den Füchsen wirtschaftliche Stabilität für die kommenden Jahre geben.

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