Berliner Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt
Lebenslange Haft für Berliner Palliativarzt nach 15-fachem Mord

Das Landgericht Berlin hat einen 41-jährigen Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes zur Höchststrafe verurteilt. Am Mittwoch sprach das Gericht die lebenslange Haftstrafe aus, stellte die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete die anschließende Sicherungsverwahrung an. Der Mediziner hatte laut Überzeugung des Gerichts bei Hausbesuchen zwölf Frauen und drei Männer getötet.

Urteil mit besonderer Schwere der Schuld

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Arzt seine Patienten vorsätzlich und heimtückisch umbrachte. Die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bedeutet, dass eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen ist. Zudem soll der Verurteilte nach Verbüßung der Haftstrafe in Sicherungsverwahrung kommen, um die Allgemeinheit vor weiteren Taten zu schützen.

Hintergründe der Taten

Die Taten ereigneten sich zwischen 2020 und 2025 bei Hausbesuchen in Berlin. Der Arzt hatte die Opfer unter einem Vorwand aufgesucht und ihnen tödliche Injektionen verabreicht. Die Motive blieben unklar; das Gericht konnte keine eindeutige Erklärung für die Serie von Morden finden. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten vorgeworfen, aus „Machtgefühl und Selbstüberschätzung“ gehandelt zu haben.

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Reaktionen und Ausblick

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Verteidiger kündigte an, Revision beim Bundesgerichtshof einlegen zu wollen. Die Angehörigen der Opfer zeigten sich erleichtert über das Strafmaß. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und die Diskussion über Sicherheitslücken im Gesundheitswesen neu entfacht.

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