Für Mertcan Ayhan (19) war der Sommerurlaub mit seiner Familie bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko eine emotionale Achterbahnfahrt. Er feuerte seinen Bruder Kaan (31) an, der von 1999 bis 2016 mit Unterbrechungen für Schalke spielte. Doch die Türkei schied mit drei Punkten als Gruppenletzter aus. Nun droht dem Schalker Top-Talent zusätzliche Konkurrenz aus England: Der Bundesligist hat Interesse an Igor Julio (28) von Brighton, einem brasilianischen Abwehrspieler, der ausgeliehen werden soll.
Neue Herausforderung für Ayhan
Mit Igor Julio hätte Ayhan neben Hasan Kurucay (28), Nikola Katic (29) und Timo Becker (29) einen weiteren Konkurrenten auf seiner Position. Doch der in Gelsenkirchen geborene Türke zeigt sich gelassen: „Wir sind jetzt in der Bundesliga und brauchen Verstärkung. Wenn auf meiner Position etwas kommen sollte, bin ich bereit für den Konkurrenzkampf.“ Ayhan hat in seiner Debütsaison mit starken Leistungen überzeugt und seinen Marktwert auf acht Millionen Euro gesteigert (laut transfermarkt.de). Damit ist er nach Soufiane El-Faouzi (23/neun Millionen Euro) der zweitwertvollste Spieler im Schalker Kader.
Verein setzt auf Entwicklung
Der Verein hat ein großes Interesse daran, dass Ayhan seine Entwicklung fortsetzt und Spielpraxis sammelt. Der Innenverteidiger betont: „In der vergangenen Saison haben alle gesagt, dass es schwer wird. Das war es auch, aber ich habe mich behauptet und durchgesetzt. Ich bin wieder bereit und will die bestmögliche Saison spielen.“ Sein Vertrag läuft bis 2028 und beinhaltet eine Option auf Verlängerung bis 2029.
Traum von der Nationalmannschaft
Ayhan hofft, mit guten Leistungen zum Klassenerhalt beizutragen. Im kommenden Sommer könnte eine Entscheidung über seine Zukunft fallen: Entweder ein Verkauf für eine hohe Ablösesumme oder eine Vertragsverlängerung. Sein großes Ziel ist die türkische Nationalmannschaft. Das WM-Erlebnis hat ihn zusätzlich motiviert: „Das unterstreicht den Traum auf jeden Fall. Wenn man die Atmosphäre auf der Tribüne spürt und sieht, dann macht einen das schon heiß.“



