Mannheimer Polizist wegen Vergewaltigung angeklagt und suspendiert
Mannheimer Polizist wegen Vergewaltigung angeklagt

Polizist soll Frauen mit Strafe und Verhaftung gedroht haben

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage gegen einen 38-jährigen Polizeibeamten vom Polizeipräsidium Mannheim erhoben. Ihm wird vorgeworfen, zwei mutmaßliche Opfer von Zwangsprostitution zum Sex gedrängt zu haben. Der Beamte ist suspendiert, ein Disziplinarverfahren läuft.

Personenkontrollen in Mannheimer Hotel

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft führte der Polizist im Juni vergangenen Jahres Personenkontrollen in einem Mannheimer Hotel durch. Zeugen hatten zuvor illegale Prostitution gemeldet. Den beiden kontrollierten Frauen, 22 und 29 Jahre alt, soll der Beamte angekündigt haben, dass sie eine Strafe zahlen müssten. Als die Frauen angaben, dazu nicht in der Lage zu sein, habe der Polizist erwidert, man könne dies auch anders lösen.

Angebliche Drohungen und sexuelle Nötigung

Am selben Abend soll der Beamte die Frauen außerhalb seiner Dienstzeit erneut im Hotel aufgesucht haben. Er soll ihnen eine Geldstrafe oder Verhaftung angedroht haben, falls sie nicht mit ihm Geschlechtsverkehr hätten. Aus Angst hätten die Frauen den Forderungen nachgegeben und mit ihm Sex gehabt. Später vertrauten sie sich einem anderen Polizisten an, was zur Einleitung des Ermittlungsverfahrens führte.

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Anklage wegen Vergewaltigung in zwei Fällen

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Verdachts der Vergewaltigung in zwei tateinheitlichen Fällen erhoben. Der Beamte soll bei der Kontrolle nicht gewusst haben, dass die Frauen unter einem Vorwand nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen worden sein sollen. Das Polizeipräsidium Mannheim leitete ein Disziplinarverfahren ein und suspendierte den Polizisten. Das Amtsgericht Mannheim muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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