Curtis Harding im Waschhaus: Ein Feuerwerk der Gleichgültigkeit
Curtis Harding im Waschhaus: Gleichgültigkeit pur

Ein Abend der Nonchalance

Am Dienstagabend gastierte der US-amerikanische Soul-Musiker Curtis Harding im Potsdamer Waschhaus. Das Besondere: Harding ließ sich dafür feiern, scheinbar nichts zu tun. Die eigentliche Arbeit erledigte seine Band, insbesondere die Bassistin, die mit ihrer Coolness eine Lektion erteilte. Der Support Act wirkte wie eine Reminiszenz an die 60er Jahre – mit Glitzerkleid, Playback und einem Saxofonisten mit Sonnenbrille.

Die Show im Detail

Harding, bekannt für seinen entspannten Stil, präsentierte sich gewohnt lässig. Während er das Publikum mit seiner Präsenz fesselte, überließ er die musikalische Schwerarbeit seinen Mitmusikern. Die Bassistin stach besonders hervor: Ihr Spiel war präzise und voller Groove, sie trug maßgeblich zur dichten Atmosphäre bei.

Der Support Act, eine Sängerin im Glitzerkleid, performte Playback – ein Stilmittel, das an vergangene Jahrzehnte erinnerte. Ein Saxofonist mit Sonnenbrille ergänzte das Bild. Dieser Retro-Touch sorgte für eine interessante Kontrastierung zu Hardings modernem Soul.

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Ein Konzert der Gegensätze

Das Waschhaus in Potsdam bot die passende Kulisse für diesen Abend der Extreme: Hier trafen entspannte Coolness und aufwändige Inszenierung aufeinander. Harding selbst agierte als ruhender Pol, während seine Band eine energiegeladene Performance lieferte. Besonders die Bassistin zeigte, was sie draufhatte – ihre Linien waren das Rückgrat des Sets.

Laut Oliver Köhler vom Tagesspiegel war es ein „Feuerwerk der Gleichgültigkeit“ – eine treffende Beschreibung für Hardings scheinbare Nonchalance. Dabei war die Darbietung alles andere als gleichgültig: Die Musiker spielten mit Hingabe, auch wenn der Frontmann sich zurückhielt.

Fazit

Das Konzert von Curtis Harding im Waschhaus war ein Erlebnis der besonderen Art. Während der Sänger die Bühne mit seiner Aura beherrschte, überzeugte die Band mit handwerklichem Können. Ein Abend, der zeigt: Manchmal ist weniger mehr – und die Coolness liegt im Detail.

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