Im Prozess um einen versuchten Mord in Bayern steht ein 34-jähriger Mann vor Gericht, der seinen Rivalen mit einem Messer attackiert haben soll. Die Tat ereignete sich in der gemeinsamen Wohnung der Ex-Freundin des Angeklagten. Laut Anklage soll der Beschuldigte das Opfer im Bett überrascht und ihm mit einem Messer schwere Verletzungen am Penis zugefügt haben.
Anklage wirft versuchten Totschlag vor
Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Totschlag aus. Der Angeklagte soll aus Eifersucht gehandelt haben, nachdem seine Ex-Freundin eine neue Beziehung eingegangen war. Das Opfer erlitt eine tiefe Schnittwunde am Penis, die operativ versorgt werden musste. Die Ärzte konnten den Penis retten, bleibende Schäden sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Der Angeklagte schildert eine völlig andere Version des Geschehens. Er gibt an, dass das Opfer ihn zuerst angegriffen habe. In Notwehr habe er ein Messer gezogen. „Ich wollte ihn nicht verletzen, ich hatte Angst“, sagte der Angeklagte vor Gericht. Er bestreitet, die Absicht gehabt zu haben, den Rivalen zu töten.
Ex-Freundin als Zeugin
Die Ex-Freundin, die zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Wohnung war, wird als wichtige Zeugin geladen. Sie soll klären, ob der Angeklagte tatsächlich mit dem Messer auf das Opfer losging oder ob es sich um eine Notwehrhandlung handelte. Die Verhandlung wird fortgesetzt.



