Ein 42 Jahre alter Mann ist bei einem Polizeieinsatz in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Mann zwei Mädchen mit Pfefferspray bedroht und das Spray anschließend in Richtung der eingesetzten Polizisten gesprüht hatte. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Wuppertal und der Polizei Hagen hervor. Der Mann soll nach der Tat davongelaufen sein.
Einsatzverlauf und tödlicher Schuss
Den Angaben zufolge trafen die Polizisten wenig später erneut auf den 42-Jährigen und setzten einen Taser gegen ihn ein. Dieser verfehlte jedoch sein Ziel. Daraufhin soll der Mann Werkzeug nach den Einsatzkräften geworfen haben. Ein Beamter feuerte daraufhin einen Schuss auf den 42-Jährigen ab, der ihn tödlich traf. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche starb der Mann noch am Einsatzort.
Ermittlungen aus Neutralitätsgründen
Das Polizeipräsidium in Hagen hat aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen zum Ablauf und zu den Hintergründen des Vorfalls übernommen. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ist ebenfalls in die Untersuchungen eingebunden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Tödliche Polizeischüsse in Deutschland
Tödliche Schüsse durch die Polizei sind in Deutschland selten, kommen aber immer wieder vor. Laut einer Auflistung der Zeitschrift „Bürgerrechte & Polizei/Cilip“ des Instituts für Bürgerrechte und öffentliche Sicherheit an der Berliner Humboldt-Universität starben im Jahr 2025 insgesamt 17 Menschen durch Polizeischüsse, nach 25 im Jahr zuvor. Die Zahl liegt damit jedoch noch immer deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.



