Berliner Polizist wegen Bestechlichkeit durch sexuelle Bilder angeklagt
Polizist in Berlin wegen Bestechlichkeit angeklagt

Ein 41-jähriger Berliner Polizeibeamter muss sich ab sofort vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage wegen Bestechlichkeit in zwei Fällen erhoben. Dem Polizisten wird vorgeworfen, im Gegenzug für Fotos mit sexuellem Inhalt Gefälligkeiten gewährt zu haben.

Die Vorwürfe im Detail

Im Oktober 2024 soll der Beamte einem inzwischen 25-jährigen Mann eine ausgefüllte Ordnungswidrigkeitenanzeige geschickt haben. Der jüngere Mann benötigte diese, um zu belegen, dass 700 Euro, die er sich geliehen und in einem Nachtclub ausgegeben hatte, angeblich von der Polizei beschlagnahmt worden seien. Als Gegenleistung soll der Polizist von dem Mann Bilder mit sexuellem Inhalt gefordert haben, die dieser auch zugesagt haben soll.

Der zweite Vorfall ereignete sich im Februar 2025. Hier soll der Polizist dem anderen Mann eine Abfrage im polizeilichen System zugesagt und erneut zwei erstellte Ordnungswidrigkeitenanzeigen übersandt haben – wiederum im Austausch für Bilder mit sexualisiertem Inhalt.

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Entdeckung durch Handyauswertung

Die Polizei stieß auf die Vorgänge bei der Auswertung eines beschlagnahmten Handys. Die Ermittler entdeckten dabei verdächtige Chats, die den Anfangsverdacht gegen den Beamten begründeten. Der Polizist selbst schweigt zu den Vorwürfen. Nach Angaben der Behörden darf er seinen Dienst nicht ausüben, solange das Verfahren läuft.

Die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft stützt sich auf zwei Fälle von Bestechlichkeit. Der Beamte soll seine Stellung als Polizist ausgenutzt haben, um persönliche Vorteile in Form von sexuellen Bildern zu erlangen. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Tiergarten wird voraussichtlich in den kommenden Wochen beginnen.

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