Nach Starmers Rücktritt: Farage fordert Neuwahlen in Großbritannien
Farage fordert Neuwahlen nach Starmers Rücktritt

Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Keir Starmer hat der Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage umgehend Neuwahlen gefordert. Seine rechtspopulistische Partei Reform UK sei bereit, „radikale Veränderungen herbeizuführen“, schrieb Farage in einem Beitrag auf X. Sollte die Labour-Partei glauben, sie könne den Premier einfach austauschen, „wird sie eine böse Überraschung erleben“, drohte er. In Umfragen liegen die Rechtspopulisten seit Monaten vor den einstigen Volksparteien Labour und den Konservativen. Regulär steht jedoch erst 2029 wieder eine Parlamentswahl an.

Starmer kündigt Rückzug an

Starmer hatte am Morgen angesichts wachsenden Drucks seinen Rücktritt angekündigt. Er gebe den Posten als Chef der Labour-Partei ab, sagte er in einer Ansprache vor dem Regierungssitz 10 Downing Street. Bis ein Nachfolger gewählt sei, werde er als Regierungschef noch im Amt bleiben. Der Rücktritt eines Premiers läuft in Großbritannien nicht zwingend auf eine Neuwahl hinaus. Die Labour-Partei entscheidet sich nach Starmers Ankündigung nun für einen neuen Parteichef, der dann auch Premierminister wird.

Andy Burnham als aussichtsreichster Kandidat

Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt der populäre Andy Burnham. Wenige Stunden nach Starmers Rücktrittserklärung gab Burnham offiziell bekannt, er werde sich um den Parteivorsitz bewerben. Unterstützung erhält er von einem potenziellen Rivalen: Der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting teilte in einem Brief mit, dass er Burnham unterstützen werde. Streeting hatte in der Vergangenheit erklärt, bei einer Urwahl um die Führung der Partei antreten zu wollen. Ob sich ein weiterer Kandidat für die Nachfolge aus der Deckung wagt, ist noch offen.

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Von der Leyens Lob für Starmer

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich derweil lobend über Starmer. „Viele Regierungschefs brauchen Jahre, um zu dem Staatsmann heranzuwachsen, der du in nur zwei Jahren geworden bist“, erklärte von der Leyen am Montag in Onlinediensten. „Die Sicherheit Europas und der Ukraine ist dank dir gestärkt“, fügte die Kommissionspräsidentin hinzu.

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