Schulleiter Al-Mashhadani soll Mordanschlag erfunden haben – 17.100 Euro Strafe
Schulleiter Al-Mashhadani: 17.100 Euro Strafe wegen vorgetäuschtem Mordanschlag

Der Leiter der säkularen Deutsch-Arabischen Schule Ibn Khaldun in Neukölln, Hudhaifa Al-Mashhadani, soll einen Mordanschlag auf sich vorgetäuscht haben. Das Amtsgericht Tiergarten erließ einen Strafbefehl wegen falscher Verdächtigung, wie eine Sprecherin dem „Tagesspiegel“ bestätigte. Die Geldstrafe beträgt 90 Tagessätze zu je 190 Euro, insgesamt 17.100 Euro. Al-Mashhadani hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, sodass der Fall nun vor Gericht verhandelt wird. Ein Termin steht noch nicht fest.

Vorwurf: Vorgetäuschter Anschlag am U-Bahnhof

Im November 2025 hatte Al-Mashhadani der Polizei gemeldet, ein Angreifer mit Palästinensertuch habe versucht, ihn am U-Bahnhof Rathaus Neukölln vor eine einfahrende U-Bahn zu stoßen. Als Motiv gab er sein Engagement für Israel an. Die Ermittlungen ergaben jedoch Zweifel: Überwachungsvideo zeigt zwar eine Bedrohung, aber keinen Stoß vor den Zug. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen gegen Al-Mashhadani ein. Mit 90 Tagessätzen bleibt Al-Mashhadani vorbestrafungsfrei, da die Grenze erst bei mehr als 90 Tagessätzen liegt. Die Höhe des Tagessatzes richtet sich nach dem monatlichen Einkommen.

Weitere Vorwürfe: Ehrennadel und angeblicher Betrug im Irak

Al-Mashhadani droht weiterer Ärger. In Neukölln fordern Politiker die Rückgabe der Bezirksehrennadel. Ahmed Abed, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, sagte: „Ich fordere Bürgermeister Hikel auf, Al-Mashhadani die Neuköllner Ehrennadel abzuerkennen.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete zudem, gegen Al-Mashhadani sei im Irak eine Haftstrafe wegen Betrugs verhängt worden. Auch sein Professorentitel wird angezweifelt. Eine Mail der irakischen Botschaft, die den Titel bestätigt, soll Al-Mashhadani gefälscht haben, was er bestreitet.

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Bisheriger Ruf als Brückenbauer und Kämpfer gegen Antisemitismus

Al-Mashhadani galt jahrelang als engagierter Kämpfer gegen radikalen Islamismus und Antisemitismus, als Brückenbauer und Befürworter eines arabisch-israelischen Dialogs in Berlin. Er wurde von Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hofiert. Das Land Berlin schlug ihn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für das Bundesverdienstkreuz vor. Der Fall wirft nun ein Schlaglicht auf die Glaubwürdigkeit des Schulleiters und die politische Unterstützung, die er genoss.

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