Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Donnerstag drei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, eine schwere räuberische Erpressung versucht zu haben. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler unter anderem zwei scharfe Schusswaffen mit Magazinen sowie mehr als einhundert Schuss Munition. Dies gaben die Behörden am Freitag bekannt.
Sondereinheit „Ferrum“ und Ermittlungsgruppe „Telum“ im Einsatz
An der Aktion waren Ermittler der Sondereinheit „Ferrum“ der Polizei sowie die Ermittlungsgruppe „Telum“ der Staatsanwaltschaft beteiligt. Beide Einheiten wurden aufgrund der zunehmenden Schusswaffengewalt in Berlin gegründet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass die den Männern vorgeworfene Straftat der Organisierten Kriminalität zuzuordnen sei.
Durchsuchungen in mehreren Stadtteilen
Bereits um 6 Uhr morgens durchsuchten Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mehrere Wohnungen in Tempelhof, Hellersdorf und Kreuzberg. Dort trafen sie die beiden Tatverdächtigen im Alter von 23 und 44 Jahren an. Neben den Schusswaffen stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone, Drogen, Feinwaagen und Verpackungsmaterial sicher.
Verdächtige in Polizeigewahrsam
Alle sichergestellten Gegenstände wurden beschlagnahmt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Beschuldigten kamen in Polizeigewahrsam. Einer der Tatverdächtigen soll noch am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Bei einem weiteren wurde ein bereits bestehender Haftbefehl vollstreckt, der sich auf eine andere Straftat bezieht.



