Der Tatverdächtige des sechsfachen Mordes in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Der 45-Jährige, der am 29. Juni 2026 sechs Menschen erschossen haben soll, hat sich am Dienstagmorgen in seiner Zelle im Gefängnis Bremervörde erhängt. Das niedersächsische Justizministerium bestätigte den Suizid in einer Pressemitteilung.
Suizid im Gefängnis Bremervörde
Nach Angaben des Justizministeriums wurde der Gefangene gegen 06:05 Uhr von einem Stationsbediensteten im Rahmen der morgendlichen „Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle“ in seinem Einzelhaftraum aufgefunden. Ein Notarzt stellte kurze Zeit später den Tod durch Strangulation fest. „Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse handelt es sich um einen Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aktuell nicht vor“, heißt es in der Mitteilung. Die Ermittlungen zu den konkreten Umständen des Todes wurden eingeleitet.
Hintergrund der Tat
Der 45-Jährige soll am 29. Juni 2026 in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen getötet haben. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Verdächtige befand sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat waren zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht vollständig aufgeklärt.
Das Hamburger Abendblatt, das wie diese Redaktion zur FUNKE-Mediengruppe gehört, berichtete zuerst über den Suizid. Die Redaktion weist darauf hin, dass aufgrund der hohen Nachahmerquote in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche berichtet wird, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
Hilfsangebote
Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.



