Berlin: Tierarzt soll Katze ohne Untersuchung getötet haben
Tierarzt soll Katze ohne Untersuchung getötet haben

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 80-jährigen ehemaligen Tierarzt erhoben. Ihm wird vorgeworfen, eine Katze ohne vorherige Untersuchung und ohne vernünftigen Grund getötet zu haben. Das Tier litt unter einer geschwollenen Pfote, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Der Mann soll die 18 Jahre alte Katze im April 2025 in einem Behandlungsraum in seinem Wohnhaus eingeschläfert haben, obwohl er bereits seit sechs Jahren in Rente war und seine Praxis dort abgemeldet hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. „Der Beschuldigte tötete das Tier ohne vernünftigen Grund und ohne vorher mit der Besitzerin zu sprechen“, heißt es in der Mitteilung.

Vorwurf: Keine Untersuchung der geschwollenen Pfote

Laut Anklage soll der Tierarzt die Katze nicht genauer untersucht haben, obwohl die geschwollene Pfote offensichtlich war. Stattdessen habe er das Tier sofort eingeschläfert. Der 80-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die Ermittlungen wurden durch eine Anzeige der Tierhalterin ausgelöst.

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Hintergrund: Praxis bereits abgemeldet

Der Mann hatte seine Tierarztpraxis in seinem Haus bereits 2019 abgemeldet. Dennoch behandelte er die Katze in den ehemaligen Praxisräumen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob der Fall vor Gericht verhandelt wird. Ein Datum für eine mögliche Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

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