Die Polizei Berlin ermittelt nach einem mutmaßlich transfeindlichen Angriff im Stadtteil Wedding. Eine 33-jährige Transfrau gab an, am Donnerstag, dem 24. Juli 2026, gegen 11:04 Uhr von einem unbekannten Täter attackiert worden zu sein. Der Vorfall ereignete sich im öffentlichen Raum, die genaue Örtlichkeit wird noch geprüft. Der Täter flüchtete nach der Tat mit einem Fahrrad und ist bislang nicht gefasst.
Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen
Die Abteilung für Staatsschutzdelikte der Berliner Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Nach ersten Erkenntnissen wird ein transfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen. Die 33-Jährige erlitt leichte Verletzungen, musste jedoch nicht stationär behandelt werden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem flüchtigen Täter geben können, sich zu melden.
Die Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg werden kontinuierlich aktualisiert. Am heutigen 24. Juli 2026 berichten wir über die aktuellen Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Der Angriff in Wedding ist einer von mehreren Vorfällen, die am Vormittag gemeldet wurden.
Hintergrund: Transfeindliche Gewalt in Berlin
Berlin verzeichnet immer wieder Übergriffe auf Transpersonen. Laut der Opferberatungsstelle für LSBTI* in Berlin gab es im Jahr 2025 insgesamt 47 dokumentierte transfeindliche Angriffe. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen. Die Polizei hat eine Taskforce eingerichtet, um solche Taten gezielt zu verfolgen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zum Täter machen können. Hinweise nimmt der Staatsschutz unter der Telefonnummer (030) 4664-0 entgegen.



